Das Museum besitzt eine der größten überregionalen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte der Alten Welt. In den sechs Ausstellungssälen werden Zeugnisse der prähistorischen Kulturen Europas und Vorderasiens von ihren Anfängen bis ins Mittelalter gezeigt.
Um 1820 wurden die so genannten „Germanisch-slawischen Alterthümer“ aus der Königlichen Kunstkammer der Hohenzollern ausgegliedert. Unter dem Namen „Museum für Vaterländische Alterthümer“ zogen sie 1829 in das Schloss Monbijou. Pünktlich zur 175-Jahr-Feier eröffnete das heutige Museum für Vor- und Frühgeschichte im Juni 2004 seine Schausammlung im Langhansbau des Schloss Charlottenburg.
Seit Oktober 2009 befindet sich das Museum für Vor- und Frühgeschichte gemeinsam mit dem Ägyptischen Museum und Papyrussammlung und Objekten der Antikensammlung im Neuen Museum. Dabei werden die Sammlungen nicht streng voneinander getrennt, sondern gehen in einer neuartigen Präsentation auf, die den Besuchern einen faszinierenden Blick in die Ursprünge der Menschheitsgeschichte bietet.
Im Erdgeschoss empfängt der Saal "Odin, Urnen, Beutekunst", der die 180-jährige Museumsgeschichte vorstellt, die Besucher mit erhaltenen Wandmalereien der Nordischen Mythologie. Der folgende Saal ist Heinrich Schliemann gewidmet, der seine Sammlung trojanischer Altertümer dem Museum "zur ewigen Aufbewahrung" schenkte. Im anschließenden Saal wird deutlich, wie sich verschiedene Einflüsse in der Kunst und Kultur Zyperns einzigartig verbanden.
Im ersten Obergeschoss, der Beletage des Museums, führt der Weg von der römischen Bronzestatue des Xantener Knaben zu "Roms Provinzen". Von dort gelangt der Besucher in das "Pantheon" - Chipperfields neuen Südkuppelraum, in dem zwei kolossale Götterstatuen des 2. Jahrhunderts n. Chr. aus dem ägyptischen Lykonpolis die Besucher erwarten. Der anschließende Raum "Roms Nachbarn im Norden" thematisiert das Spannungsfeld Rom und Germanen. Im Saal "Völkerwanderung und Mittelalter" wird die Zeit der Völkerwanderung bis zur karolingischen Renaissance vorgestellt.
Das zweite Obergeschoss führt zurück in die früheste Menschheitsgeschichte: Von der Steinzeit mit den berühmten Funden des Neandertalers aus Le Moustier und des modernen Menschen aus Combe Capelle gelangen die Besucher über die Jungsteinzeit in die Bronzezeit. Eine besondere Faszination übt hier der Berliner Goldhut aus, dessen geheimnisvolle Symbolik vergegenwärtigt, wie genau bereits damals kalendarisches Wissen bewahrt wurde. Der Rundgang endet in der Eisenzeit mit ihren reichen skythischen und keltischen Funden. Die Studiensammlung in historischen Vitrinen aus dem 19. Jahrhundert ergänzt die Schau.
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Im März 2009 erkundete Sasha Waltz mit der Tanzperformance Dialoge 09 die noch leeren Räume des vielschichtigen Bauwerks. Es war die künstlerische Inauguration des Neuen Museums.
Neues Museum
Toegangsprijs Area Ticket Museumsinsel: 14,00 EUR / 7,00 EUR
Avoid the queues - with a time slot ticket:
Admission to the Neues Museum is valid during a particular half-hour time slot. The time spent in the museum itself is not limited. By phone:
+49 (0)30 266 42 42 42 (Mon – Fri: 9:00 – 4 p.m.)