Detaljni opis
Der Kunstverein in Bremen wurde als einer der ersten in Deutschland im Jahre 1823 gegründet und ist noch heute privater Träger der Kunsthalle Bremen. Diese spannt in ihrer unschätzbaren Sammlung einen Bogen vom 14. Jh. bis in die Gegenwart: europäische Malerei vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Skulpturen des 16. bis 21. Jh. und Neue Medien.
Ihr Schwerpunkt liegt auf der deutschen und französischen Kunst des 19. Jahrhunderts – darunter die Bilder von Malern der Künstlerkolonie in Barbizon, der Künstlergruppe Nabis, die umfangreiche Eugène Delacroix-Sammlung sowie Gemälde und Druckgrafik von Pablo Picasso, aber auch die großen Werkgruppen von Max Beckmann, Paula Modersohn-Becker und den deutschen Expressionisten. Zusätzlich beherbergt die Kunsthalle das Kupferstichkabinett: Mit über 200.000 Handzeichnungen und grafischen Blättern, darunter ein großer Bestand an Grafiken von Albrecht Dürer sowie 350 Blätter von Pablo Picasso, ist es eines der größten in Europa. Mit Wulf Herzogenrath (von 1994 bis September 2011 Direktor der Kunsthalle Bremen) haben die Neuen Medien Eingang in die Sammlung gefunden: In den Medienräumen sind die Arbeiten
Essay von John Cage und der
Lichtraum von Otto Piene zu sehen, zwei wichtige frühe Standpunkte im Umgang mit Licht, Ton und Bewegung in der zeitgenössischen Kunst. Mit der
Nische für Bremen und dem
Videosynthesizer ist Nam June Paik, der Vater der Videokunst, in Bremen vertreten. Wechselnde Installationen von jüngeren Künstlern bieten einen Ausblick auf die aktuelle Kunst. Aktuelle Kunstströmungen fördert der Kunstverein durch die Vergabe des „Kunstpreises der Böttcherstraße in Bremen“ und Ausstellungen des „Förderkreises für Gegenwartskunst“.
Mit dem 2011 eröffneten Erweiterungsbau der Architekten Hufnagel Pütz Raphaelian umfassen zwei neue Seitenflügel den klassizistischen Altbau der Kunsthalle Bremen von 1849 wie bei einem Schmuckstück. Entstanden ist eine Architektur, die kontrastreich und zugleich harmonisch die historische Bausubstanz mit neuen Elementen verbindet. Neuer Besuchermagnet ist seitdem eine Installation, die der amerikanische Lichtkünstler James Turrell speziell für die Kunsthalle konzipiert hat und die unmittelbar in die Gebäudearchitektur integriert ist: Die Arbeit mit dem Titel „Above – Between – Below“ reicht über drei Geschosse und ist in ihrer Art einmalig.
Mit der Sonderausstellung „Friedensreich Hundertwasser: Gegen den Strich, Werke von 1949-1970“ präsentiert die Kunsthalle Bremen vom 20. Oktober 2012 bis zum 17. Februar 2013 eine Auswahl zentraler, aber selten gezeigter Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers sowie klassische Meisterwerke. In einer der größten Hundertwasser-Ausstellungen seit vielen Jahren bietet die Kunsthalle Bremen neue Perspektiven auf einen der bekanntesten und zugleich umstrittensten Künstler des 20. Jahrhunderts.