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Der im 11. Jahrhundert erwähnte kaiserliche Burgward erfuhr im 12. Jahrhundert seine ersten nachweisbaren Ausbauten zur Reichsburg. Diese wurde ab 1464 unter den sächsischen Kurfürsten zum repräsentativen spätgotischen Schloss umgebaut, nachdem Burg und Herrschaft Colditz 1404 von den Herren von Colditz an Markgraf Wilhelm I. von Meißen verkauft worden waren. Wiederholt wurde das Schloss auch im Jahre 1504 durch Brand zu weiten Teilen zerstört.
1519-1525 ließ Kurfürst Friedrich der Weise die Anlage zu einem der größten Renaissanceschlösser Mitteldeutschlands ausbauen. Das Schloss diente nach erneuten Umbauten unter den Kurfürsten August I. und Christian I. am Ende des 16. Jahrhunderts als Amtssitz und den sächsischen Kurfürsten als gelegentlicher Aufenthaltsort.
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1993 war Schloss Colditz Sozialstation und Krankenhaus, im II. Weltkrieg wurde es als Kriegsgefangenenlager für westalliierte Offiziere, danach wieder als Krankenhaus genutzt.