In seiner Bedeutung steht das Weltkulturerbe Völklinger Hütte gleichberechtigt neben den ägyptischen Pyramiden, der Großen Mauer Chinas, dem Kölner Dom oder dem Great Barrier Reef in Australien. Als Kind des Industriezeitalters ist es ein relativ junges Weltkulturerbe, mit dem die UNESCO eine völlig neue Dimension des Verständnisses von Welterbe eröffnete.
Gleich zu Beginn schickt die Multimedia-Einführung in der Sinteranlage den Besucher auf eine Zeitreise von den Anfängen der Völklinger Hütte bis in die Gegenwart. Sie schafft das Fundament zum Verständnis und der Faszination, die von diesem Ort ausgeht und der sich niemand entziehen kann.
Anschließend geht es durch die Sinteranlage zum Dach der Erzhalle. Dort öffnet sich der Blick über die Stadt Völklingen und das aktive Werk der Saarstahl AG. Ein beeindruckendes Panorama zu jeder Jahreszeit!
Dann geht es mitten hinein in die Möllerhalle; im Obergeschoß ein aufregender Ausstellungsraum mit jährlich wechselnden Ausstellungen wie „Der 11. September“ mit Arbeiten von Fotografen der Agentur „Magnum“ oder Otmar Alt. Der Rabe im Zentrum der Weltgeschichte“, im Untergeschoß dieses zentralen Gebäudekomplexes - einem der ersten Stahlbetonbauten überhaupt und ehemals Lagerstätte von Erzen, Sinter und Kalk - mit dem ScienceCenter Ferrodrom
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Wieder ins Freie gelangt, hat der Besucher die Wahl, zunächst die Abstichebene, dort wo das flüssige Roheisen funkensprühend den Hochofen in einem feurigen Strom verließ, zu besichtigen oder aber die Hochofentour von oben, dort wo Erz und Koks in die sechs Hochöfen der Völklinger Hütte gefüllt wurden, zu beginnen. Nach einem Aufstieg über die Treppenanlagen in 27 Metern Höhe kann der Besucher sich auf der 240 m langen Gichtbühne ergehen und die sechs Hochöfen besichtigen oder die Aussicht in das Saartal genießen. Wer noch höher hinauf will: erst in 45 Metern Höhe ist Schluß, auf den Umläufen der Cowper von Hochofen 6 hat man phantastische Ein- und Ausblicke in den faszinierenden Kosmos des Weltkulturerbes Völklinger Hütte und die umliegende Landschaft.
Wieder festen Boden unter den Füßen, lädt der Picknickplatz an der Granulieranlage zum Verweilen ein: Entspannen zwischen bunten Wasserpflanzen und trotzigem Stahl. Danach geht es auf ins „Paradies“: wo einst die Feuer der Kokerei höllengleich loderten, entstand ein einzigartiger Industrielandschaftsgarten - entwickelt gemeinsam mit Catherina Gräfin Bernadotte von der Insel Mainau/Bodensee - der zum Verweilen und Träumen einlädt.
Aus dem Garten zurück führt der Weg über das Kohlegleis zum Highlight eines jeden Besuches im Weltkulturerbe Völklinger Hütte: die Gebläsehalle mit ihren gewaltigen Maschinen, die den Besucher in ihren Bann zieht und ein unvergleichlicher Ort für Konzerte und Ausstellungen ist. Die sechs Gebläsemaschinen versorgten über riesige Rohrleitungen die Hochöfen mit Luft und waren die Lunge aber auch das Herz dieses einzigartigen Weltkulturerbes aus der Blütezeit der Industrialisierung
Der Rundgang ist in weiten Teilen barrierefrei durch Rampen und Aufzüge. Kommen Sie mit auf mehr als 6000 Meter spannende, gut beschilderte Wege durch das Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Dauer je nach persönlichem Tempo: zwei bis drei St
unden.
Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Admission
Standard 12 €/ Reduced rate 10 € / Children under 6: free / Families 25 € (2 adults with children up to age 16)
Normal 12 € / Ermäßigt 10 € / Kinder unter 6 Jahren: Eintritt frei / Familien 25 € (2 Erwachsene mit Kindern bis 16 Jahre)
Tarif normal 12 € / Tarif réduit 10 € / Enfants de moins de 6 ans: entrée libre / Familles 25 € (2 adultes avec enfants jusqu'à 16 ans)
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