Die Staatsgalerie Stuttgart besteht aus drei Gebäuden. Der älteste Bauteil, heute als Alte Staatsgalerie bezeichnet, wurde 1843 als Museum der bildenden Künste eröffnet. In dieser klassizistischen Dreiflügelanlage war neben den Kunstsammlungen auch die königliche Kunstschule untergebracht. Das Gebäude wurde 1881 bis 1888 nach Plänen Albert von Boks um zwei rückwärtige Flügel erweitert. 1984 wurde der Baubestand des 19. Jahrhunderts – durch Kriegsschäden und Wiederaufbau in den 50er-Jahren im Inneren stark verändert – um James Stirlings Erweiterungsbau (Neue Staatsgalerie) bereichert. Der dritte Bauteil wurde von den Basler Architekten Wilfrid und Katharina Steib entworfen und im September 2002 der Öffentlichkeit übergeben.
Die historischen württembergischen Wurzeln und die internationale Ausrichtung nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmen heute den unverwechselbaren Charakter der Sammlungen der Staatsgalerie Stuttgart. Ihr Spektrum umfasst Werke der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts sowie der amerikanischen Avantgarde nach 1945.
Die Kunst des 14. bis 18. Jahrhundert ist in der Neuen Staatsgalerie untergebracht. Die außergewöhnliche Sammlung von Gemälden der Alten Meister hat ihren Ursprung in der Sammlung der Herzöge von Württemberg. Hauptwerke von Jerg Ratgeb, Canaletto, Memling und Rembrandt sind nur vier Bespiele, die die verschiedenen Sammlungsbereiche bezeichnen.
Die Alte Staatsgalerie beherbergt die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Sammlung des 19. Jahrhunderts beherbergt verschiedene Malschulen: Neben einer Spezialsammlung zu Werken des Schwäbischen Klassizismus besitzt sie wichtige Werke der bedeutendsten Kunstrichtungen der Zeit von den Präraffaeliten über die Werke der Symbolisten bis hin zu den Romantikern und Impressionisten.Seit dem Zweiten Weltkrieg hat die Staatsgalerie sich auf das Sammeln von Werken der Klassischen Moderne sowie zeitgenössischer Malerei und Skulptur konzentriert. Die Fokussierung auf bedeutende Werkgruppen wesentlicher Kunstbewegungen ("Les Fauves", "Die Brücke", "Der Blaue Reiter", "Kubismus") und auf außergewöhnliche Werke bedeutender einzelner Künstler (Picasso, Beckmann, Schlemmer, Beuys, Kiefer, Baselitz) hat dem Museum einen hohen internationalen Rang eingebracht.
Im Erweiterungsbau sind die Graphische Sammlung sowie zwei Ausstellungssäle und das Graphik-Kabinett untergebracht. Die Graphische Sammlung beherbergt einen Bestand von über 400.000 Kunstwerken auf Papier (Zeichnungen, Aquarelle, Collagen, originale Buchillustrationen, Plakate und Fotografien).
Des Weiteren verwahrt die Staatsgalerie umfangreiche Archivbestände von den beiden Stuttgarter Künstlern Oskar Schlemmer und Adolf Hölzel. Daneben besitzt sie den Nachlass des Kunsthistorikers Will Grohmann. Der Forschung zugänglich ist auch das Archiv Sohm, die weltweit größte Sammlung intermediärer Kunst wie z.B. Fluxus, Happening, Beat und Underground, Wiener Aktionismus und Konkrete Poesie. Recherchen vor Ort sind nach Voranmeldung möglich.
Staatsgalerie Stuttgart
Admission
Sammlungsticket: 5,50 / 4 EUR
Sonderausstellungen: 10,00 / 7,00 EUR
Kinder bis 12 Jahre frei / Jugendliche (13-20 Jahre) 2,00 EUR
Kombiticket (mit Sammlung) 12,00 / 9,00 EUR
Freier Eintritt Mittwochs und Samstags
Ticket for the collection: 5,50 / 4 EUR
Special Exhibitions: 10,00 / 7,00 EUR
Children up to age 12 free / Young persons (age 13-20) 2,00 EUR
Combi-Ticket (including collection) 12,00 / 9,00 EUR
Free admittance on wednesdays and saturdays
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