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Im Zuge der Besiedlung des mittleren Erzgebirges um 1200 als reichsländische Kolonisationsburg erbaut, ging die Burg Schellenberg – der Vorgängerbau des Schlosses Augustusburg – nach langjähriger Fehde im Jahr 1324 an die Meißner Markgrafen über. Der nun wettinische Amtssitz verfiel baulich, so dass Kurfürst August von Sachsen die Reste der Burg abreißen und die Baumeister Hieronymus Lotter und Graf Rochus von Lynar 1568-1572 ein neues Renaissanceschloss errichten ließ. Mit seinem nahezu quadratischen Grundriss von 86 x 86 m und vier massigen, turmartigen Eckhäusern wirkt es als monumentales Residenzschloss mit festungsmäßigen Anklängen.
Die reichhaltigen Ausmalungen der Wohn- und Festräume führte Hofmaler Heinrich Göding aus. Ab dem 17. Jahrhundert diente das Schloss kaum mehr seinem ursprünglichen Zweck als Jagdschloss, sondern war Garnison, Amtssitz, Gericht, Gefängnis und Lazarett. Nach 1694 wurden ausgestellte Trophäen und große Teile des Inventars in die Jagdschlösser Moritzburg und später Hubertusburg in Wermsdorf verbracht. Nach Plänen von Christian Traugott Weinlig wurde um 1800 insbesondere die Dachlandschaft stark verändert. Mit Ausnahme der Zeit 1933-51 ist Schloss Augustusburg seit 1925 als Museum, Gaststätte sowie Jugendherberge genutzt.
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