Das Museum zeigt in einer ständigen Ausstellung im Südflügel des Pergamonmuseums die Kunst der islamischen Völker vom 8. bis ins 19. Jahrhundert. Schwerpunkte sind der Vordere Orient einschließlich Ägypten und Iran.
Das Museum zeigt in einer ständigen Ausstellung im Südflügel des Pergamonmuseums die Kunst der islamischen Völker vom 8. bis ins 19. Jahrhundert. Die 1904 von Wilhelm von Bode gegründete Abteilung islamischer Kunst umfasste zunächst die Fassade von Mschatta, ein Geschenk des türkischen Sultans an den deutschen Kaiser, sowie vor allem Teppiche aus der Sammlung von Wilhelm von Bode.
Die Kunstwerke – vom Architekturdekor über das Kunsthandwerk bis hin zur Buchkunst – stammen aus einem Gebiet, das sich von Spanien bis nach Indien erstreckt, mit Schwerpunkten Vorderer Orient einschließlich Ägypten und Iran.
Hervorzuheben ist der Architekturdekor in den verschiedenen Materialien: Stein (Fassade von Mschatta), Stuck (Grabungsfunde aus Samarra), bemalte Holzfüllungen (Aleppo-Zimmer) und Wandkeramiken der verschiedenen Techniken (Gebetsnischen aus Kaschan und Konya).
Das Kunsthandwerk umfaßt alle Materialgruppen: Gefäßkeramiken, Metallarbeiten, Holz- und Beinschnitzereien, Gläser, Gewebe, Teppiche.
Auf dem Gebiet der Buchkunst sind die Kalligraphien und Miniaturen aus Sammelalben der Moghulzeit von besonderer Bedeutung.
Pergamonmuseum
Das Pergamonmuseum wurde nach den Entwürfen von Alfred Messel durch Ludwig Hoffmann zwischen 1910 und 1930 errichtet. Zuvor, von 1901 bis 1909, stand an gleicher Stelle ein kleinerer Bau. In ihm waren zunächst die bedeutenden Ausgrabungsfunde der Berliner Museen, wie die zwischen 1878 und 1886 geborgenen Friesplatten des Pergamonaltars, untergebracht. Ungenügende Fundamentierungen führten jedoch bald zu Schäden am Gebäude, so dass es noch vor dem Ersten Weltkrieg abgerissen werden musste.
Das neue, größere Pergamonmuseum wurde als Dreiflügelanlage konzipiert. Heute beherbergt es drei Museen: die Antikensammlung mit den Architektursälen und dem Skulpturentrakt, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst.
Im Rahmen des Masterplans Museumsinsel wird unter der Leitung des Architekturbüros Oswald Mathias Ungers das Museum ab 2008 abschnittsweise saniert. Von einer Gesamtschließung des Gebäudes wird abgesehen.