Museum für Druckkunst Leipzig

 

in short

- Zwischen Technik und Kunst -
Schriftguss-, Satz- und Druckverfahren in Werkstattatmosphäre erleben
Fassade des Museums für Druckkunst Leipzig
© Museum für Druckkunst Leipzig
Logo: Museum für Druckkunst Leipzig

Museum für Druckkunst Leipzig

in detail

Im Museum für Druckkunst Leipzig vermitteln rund 100 funktionierende Maschinen und Pressen in einmaliger Atmosphäre die Technik der Radierung, der Lithografie und des Buchdrucks. Auf vier Etagen verteilt werden Handsatz, Maschinensatz und die unterschiedlichen Druckvorgänge gezeigt. Eine ausgesprochene Seltenheit bildet die voll funktionsfähige Schriftgießerei, in der noch Bleibuchstaben entweder von Hand oder maschinell gegossen werden.

Auf lebendige Art werden die Besucher mit der „Schwarzen Kunst“ vertraut gemacht: Denn Fachleute erklären und führen die betriebsbereiten Maschinen täglich vor.

Sehen, riechen, anfassen lautet daher das Motto des „tätigen“ Museums, denn hier können die Besucher mit Unterstützung des Fachpersonals auch selber Texte setzen oder an Tiegelpressen verschiedene Motive drucken.

Das Museum für Druckkunst bewahrt neben Druckmaschinen auch Bleilettern, Matrizen und Stahlstempel unterschiedlicher Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft auf. Zur Sammlung gehören auch eine komplett ausgestattete Handbuchbinderei sowie eine Werkstatt für Holzstich.

Vor den Augen der Besucher entstehen darüber hinaus moderne Druckgrafiken, die neben Bleibuchstaben, Karten und künstlerischer Kleingrafik im Museumsshop angeboten wird. Begleitend bietet das Museum Kurse zur Vermittlung verschiedener Drucktechniken an.

Die „Leipziger Typotage“, Sonderausstellungen und diverse Veranstaltungen runden das attraktive Museumsangebot ab. Ein aktiver Förderverein unterstützt seit Jahren das Museum und freut sich über neue Mitglieder.
Museum für Druckkunst Leipzig
Mit einer knapp 100jährigen Tradition als Druckbetrieb ist das Haus in der Nonnenstraße 38 heute ein aktiver Ort der Industriekultur. Im Gebäudekomplex sind Hülle und Inhalt aufs Engste vereint: eine für die Zeit ihrer Entstehung typische und für eine Druckerei entworfene Architektur beherbergt einen industriekulturellen Fundus zur Medien- und Druckgeschichte.
Die Historie des Hauses reicht bis in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Begonnen wurde der Bau des Vorderhauses zur Nonnenstraße im Jahr 1876, die Seitenflügel und das Hinterhaus kamen bis 1920 hinzu, so dass ab diesem Zeitpunkt eine geschlossene Vierflügel-Anlage geschaffen war.
Zum Druckerei- und Verlagshaus wird die Nonnenstraße 38 ab dem 8. September 1921 als der vorhandene Gebäudekomplex durch die 1919 gegründete Leipziger Reisebuchhandlung Dr. Karl Meyer GmbH übernommen wird. Im Herbst 1922 verlegt die Dr. Karl Meyer GmbH ihren Sitz in die Nonnenstraße 38 und betreibt dort einen „Buch- und Kunstverlag, Reisebuchhandel, Druckerei und Buchbinderei sowie die Herstellung von Gegenständen des Kunsthandels“. Originale Fotografien (siehe rechts) aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts geben einen guten Einblick in die verschiedenen Abteilungen des Hauses. In dieser Zeit soll das Unternehmen bis zu 350 Beschäftigte gezählt haben.
Nach dem 2. Weltkrieg existiert die Dr. Karl Meyer GmbH zunächst weiter. Zum 1. Januar 1953 geht das Privatunternehmen jedoch durch Zwangsverstaatlichung auf im VEB Offizin Haag Drugulin, der im Juni 1954 in VEB Offizin Andersen Nexö umbenannt wird. Unter dem Dach des VEB Offizin Andersen Nexö wurden bis in die 1970er Jahre mehrere Druckereien vereint, die bis 1990/1991 an verschiedenen Standorten in Leipzig, u. a. in der Nonnenstraße, produziert haben.
Mit der Gründung des Museums im Jahr 1994 wurde das Haus Nonnenstraße Stück für Stück zu einem Museum umgebaut, dessen besonderer Charakter bis heute die Verbindung mit einer aktiven Druckerei ausmacht.
Die Gebäudeanlage umschließt einen Innenhof, der mit einem Brunnen und Sitzbänken ausgestattet ist und im Sommer die Besucher zum Verweilen einlädt. Hier offenbart sich auch, was aus der Sicht von außen verborgen bleibt: die Fassaden des Gebäudeensembles sind hofseitig komplett verklinkert. Diese Fassadengestaltung ist typisch für das ehemalige Industrieviertel Plagwitz und findet sich bei zahlreichen Gebäuden in diesem Stadtgebiet wieder (z.B. Buntgarnwerke, Baumwollspinnerei, Konsum-Zentrale).

Admission
adults 6 €, students 3 €, children up to 16 years 1,50 € guided tours: adults and students 2 € (plus admission), children 1,50 € workshop "type setting and printing": adults and students 2 €, children 1 €
The museum on google maps:

keywords

history, european cultural history, technics, Kunst, Holz, Text, Mode, Druck, Essen, buchdruck, lithografie, presse, Maschine, Karte, maschine, technik, radierung, handsatz, maschinensatz, druckvorgang, schriftgießerei, bleibuchstabe

Visitor entrance

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig
Germany
view on a map

Opening Times

Sun
11:00 - 17:00
Mon
10:00 - 17:00
Tue
10:00 - 17:00
Wed
10:00 - 17:00
Thu
10:00 - 17:00
Fri
10:00 - 17:00
Sat
-

euromuse.net - The exhibition portal for Europe