Museum für Asiatische Kunst

 

in short

Seit 4. Dezember 2006 sind Museum für Indische Kunst und Museum für Ostasiatische Kunst vereint zum Museum für Asiatische Kunst. Sie werden als Abteilungen des neuen Museums geführt: Kunstsammlung Süd-, Südost- und Zentralasien und Ostasiatische Kunstsammlung.
Museumsensemble 'Museen Dahlem' in Berlin.
© Staatliche Museen zu Berlin. Foto: Maximilian Meisse
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Museum für Asiatische Kunst

in detail

Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat am 4. Dezember 2006 die Vereinigung des Museums für Ostasiatische Kunst und des Museums für Indische Kunst zum Museum für Asiatische Kunst beschlossen. Sie werden nun als Abteilungen des neuen Museums geführt: Kunstsammlung Süd-, Südost- und Zentralasien und Ostasiatische Kunstsammlung.

Kunstsammlung Süd-, Südost- und Zentralasien
1963 gegründet, bietet die Sammlung einen repräsentativen Überblick über die Kunst des gesamten indischen Kulturbereichs, der sich in seinen heutigen politischen Grenzen über den indischen Subkontinent mit Afghanistan, Pakistan bis nach Sri Lanka erstreckt und die Himalaya-Länder sowie Südostasien einschließt. Aus allen wichtigen Epochen sind buddhistische, jinistische und hinduistische Werke vertreten.

Es sind vor allem zwei Sammlungsbereiche, die die Sammlung in Berlin zum Ort der bei weitem umfangreichsten und bedeutendsten Kunstsammlungen in Deutschland machen: die Terrakotten, Steinskulpturen und Bronzen der indischen und südostasiatischen Kunst sowie die zentralasiatischen Wandmalereien und Skulpturen aus vorwiegend buddhistischen Höhlentempeln an der Seidenstraße.

Die indische Kultur ist durch eine Vielzahl von Objekten aus fast 3000 Jahren vertreten. Steinskulpturen und -reliefs, Bronzen und Lehmfiguren belegen die Verehrung unterschiedlichster Gottheiten. Sie legen zusammen mit den Schnitzereien aus Holz, Jade und Elfenbein Zeugnis ab von der großen Kunstfertigkeit der Handwerker. Die indische Kunst ist fast ausschließlich religiös geprägt. Eine Ausnahme bildet der Bereich der Miniaturmalerei, der auch weltliche Themen wie Porträts, höfische Szenen, Naturstudien und musikinspirierte Inhalte behandelt.

Weltberühmt ist das Haus durch seine Zentralasien ("Turfan")-Sammlung. Aus den buddhistischen, an der Nördlichen Seidenstraße gelegenen Höhlenklöstern und Tempeln stammen Wand- und Textilmalereien, Stoffbilder, Lehm- und Holzfiguren, die dem 2. bis 12. Jahrhundert zugehören. Manuskripte aus Palmblatt, Papier und Birkenrinde in vielen Sprachen zeugen von der ausgeprägten Schriftkultur dieser Zeit. Eine der Attraktionen ist der nach Originalmaßen rekonstruierte Tempelraum mit Kuppel. Die südostasiatische Sammlung beinhaltet Bronzen hervorragender Qualität vom Festland und den Inseln, aus Thailand, Kambodscha und Burma sowie aus Java. Grünglasierte Ziegelreliefs mit buddhistischen Legenden schmückten in Burma Tempel aus dem 13. Jahrhundert. Durch die Verwendung natürlicher Materialien wie Sandstein, Schiefer und Holz in der neuen Ausstellungsarchitektur werden die Exponate in einem annähernd ursprünglichen Zusammenhang präsentiert. Wandmalereien werden in Wände eingelassen, Skulpturen ihrem natürlichen Standort zufolge in Nischen eingestellt und auf Sockeln präsentiert. Außerdem steht seit dem Umbau mehr Raum für wechselnde Ausstellungen zur Verfügung.

Ostasiatische Kunstsammlung
Die Sammlung präsentiert nach ihrem Umbau und der Neueröffnung der Ausstellung im Oktober 2000 in umfassender Weise das Spektrum ostasiatischer Kunst von der Jungsteinzeit bis heute.

Die Kunst Chinas, Japans und Koreas wird in jeweils eigenen Galerien dargeboten. In einem zentralen Raum wird die allen drei Kulturen gemeinsame Kunst des Buddhismus gezeigt. Die chinesische Archäologie repräsentiert sich durch bedeutende archaische Bronzen, frühe Keramiken und Kunstobjekte aus Jade. Porzellane und Werke der Lackkunst werden beispielhaft vorgestellt. Von besonderer kulturhistorischer Bedeutung ist ein kleiner Porzellankelch aus dem frühen 17. Jahrhundert. Unter den chinesischen Lackarbeiten ist ein Kaiserthron mit zugehörigem Paravent aus dem 17. Jahrhundert besonders hervorzuheben. Dieses Meisterwerk aus Palisanderholz mit Perlmutteinlagen in Lack- und Goldgrund ist in einem eigenen Raum zu sehen. Das althergebrachte zentrale Sammelgebiet der Kunst Ostasiens, die Bild- und Schreibkunst, wird in der China-Japan-Galerie durch ausgewählte Beispiele vorgestellt. In Wechselausstellungen vornehmlich japanischer Holzschnitte wird die bedeutende Grafiksammlung des Museums präsentiert. Eine Neuerung stellt der in der Japan-Galerie von japanischen Zimmerleuten errichtete Teeraum, Bôki, dar, der sowohl als Ausstellung als auch zur Demonstration der Teezeremonie dient.

Ein eigener großer Raum steht für die Sammlung des in Berlin geborenen und in Tokio ansässigen Kunsthändlers und Sammlers Klaus Naumann zur Verfügung, die wohl bedeutendste Stiftung an das Museum nach dem Krieg. Die Präsentation der Sammlung wird durch Ausstellungen zu wechselnden Themen ergänzt.

Im Eingangsbereich stehen dem Besucher moderne Informationsmöglichkeiten in Form eines Videoraumes und einiger Computer-Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Studien-Sammlung im Zwischengeschoss bietet die Möglichkeit eines vertiefenden Einblicks in die Sammlung.
Museen Dahlem
In den Museen Dahlem befinden sich mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst die Sammlungen außereuropäischer Kunst und Kultur. Das nach Umfang, Qualität und Ausgewogenheit weltweit bedeutendste Sammlungsensemble seiner Art wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Museumszentrum geplant, jedoch erst in den 1970er Jahren baulich verwirklicht. Seit Mai 2005 präsentiert sich das Museum Europäischer Kulturen im gleichen Gebäude.
Admission
Area Ticket Dahlem: 8,00 EUR / Reduced: 4,00 EUR
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Visitor entrance

Museen Dahlem
Lansstraße 8
14195 Berlin
Germany
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Opening Times

Sun
11:00 - 18:00
Mon
-
Tue
10:00 - 17:00
Wed
10:00 - 17:00
Thu
10:00 - 17:00
Fri
10:00 - 17:00
Sat
11:00 - 18:00

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