Museum der bildenden Künste Leipzig

 

in short

Das Museum der bildenden Künste Leipzig beherbergt eine der bedeutendsten Bürgersammlungen Deutschlands. Auf mehr als 7.000 m² Ausstellungsfläche werden die Sammlungen mit Meisterwerken vom 15. bis zum 21. Jahrhunderts sowie Wechselausstellungen präsentiert.
Außenansicht Museum der bildenden Künste Leipzig
© PUNCTUM/Alexander Schmidt
Logo: Museum der bildenden Künste Leipzig

Museum der bildenden Künste Leipzig

in detail

Auf mehr als 7.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden die Sammlungen sowie Wech­selausstellungen mit internationaler Ausstrahlung präsentiert. Zu entdecken sind Meisterwerke vom 15. bis zum 21. Jahrhundert. Höhepunkte bilden die spätmittelalterliche Malerei mit Werken von Rogier van der Weyden, Lucas Cranach oder Hans Baldung Grien. Die holländische Malerei des 17. Jahrhunderts ist umfangreich mit Gemälden von Frans Hals, Jan van Goyen und Jacob van Ruisdael vertreten. Caspar David Friedrich und Johann Christian Dahl sind bedeutende Vertreter der deutschen Romantik, der französische Impressionismus ist mit den Künstlern der Schule von Barbizon und Claude Monet prominent vor Ort. Weitere Schwerpunkte sind das umfangreiche Œuvre Max Klingers und die Malerei der Leipziger Schule mit Werken von Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer und Bernhard Heisig sowie ihrer aktuellen Nach­folger Neo Rauch, Tilo Baumgärtel oder Matthias Weischer.
Das Museum der bildenden Künste Leipzig wurde 1858 auf Privatinitiative engagierter Leipziger gegründet und trägt das markante Profil einer bürgerlichen Sammlung bis heute. Mittlerweile sind die Sammlungen vor allem durch Schenkungen Stiftungen auf einen Bestand von über 3.000 Gemälden, rund 1.000 Skulpturen sowie Objektinstallationen angewachsen. Die Graphische Sammlung beherbergt mehr als 60.000 Aquarelle, Drucke und Zeichnungen und mit dem Evelyn Richter und Ursula Arnold Archiv der Ostdeutschen Sparkassenstiftung hat eine einmalige Sammlung zeitgeschichtlicher dokumentarischer Fotografie im Museum der bildenden Künste Leipzig ihren Ort. Die kunstwissenschaftliche Bibliothek des Museums zählt mit ihren nahezu 100.000 Bänden zu den großen Museumsbibliotheken Deutschlands.
Museum der bildenden Künste Leipzig - Architektur
Wie ein kühler Monolith erhebt sich der Neubau des Museums der bildenden Künste Leipzig auf dem Sachsenplatz. Der Kubus, der 2008 eine Hülle aus Glas erhielt, überragt mit seiner Höhe von 36 Metern die umgebende Bebauung. Bereits von außen ist durch große Fensterflächen das prägende architektonische Motiv im Gebäudeinneren erkennbar: die hohen Terrassen und Lichthöfe, die in den Kubus eingelassen sind, und die im Gebäude höchst abwechslungs- und kontrastreiche Raumkonstellationen ermöglichen. Überraschende, mitunter dramatische Durchblicke, schöne Aussichten auf die umgebende Stadtlandschaft und ein ständiger Wechsel von unterschiedlich hohen und großen Ausstellungsräumen und Lichthöfen machen den Rundgang durch das Museum zu einem Erlebnis.
Das Gebäude wurde nach Entwürfen des Berliner Architekturbüros Hufnagel, Pütz, Rafaelian errichtet und gibt der umfangreichen Sammlung des Museums der bildenden Künste ein neues Zuhause. Auf fünf Geschossen ist es mit seinen Ausstellungsflächen von insgesamt 7.000 Quadratmetern für die Öffentlichkeit zugänglich. Weitere fünf Zwischengeschosse, die einen internen Bereich bilden, nehmen Versorgungseinrichtungen, Depots, Restaurierungswerkstätten und die Verwaltung auf. Das Gebäude wird durch vier Eingänge in alle Himmelsrichtungen erschlossen. Die Eingänge führen in hohe Innenhöfe, die einen Boden aus Muschelkalk und eine Wandverkleidung aus Sichtbeton und Muschelkalk haben und als öffentlicher Raum konzipiert sind. Passanten haben die Möglichkeit, das Gebäude wie in einer der für Leipzig typischen Passagen zu durchqueren. Das Museumscafé und die Buchhandlung, die sich zu den Höfen hin öffnen, unterstreichen diese Anbindung des Gebäudes an den öffentlichen Raum. Wie das Passagenmotiv zeigt, orientiert sich der Neubau des Museums der bildenden Künste am ursprünglichen Maßstab und den Funktionen der umgebenden Altstadt. Der Kubus des eigentlichen Museumsgebäudes soll nach der Planung der Architekten künftig von vier L-förmigen Einzelbauten umrahmt werden, die in ihren Maßen die Traufhöhen und Gebäudevolumen der Altstadt aufnehmen sollen. Von diesen geplanten Häusern sind bislang zwei Eckgebäude realisiert, zwei weitere befinden sich im Bau. Das Gebäudeinnere ist von einer sparsamen und konzentrierten Verwendung von Materialien gekennzeichnet. Sichtbeton dominiert in den Lichthöfen und Terrassen, während die Ausstellungssäle weiß und farbig verputzt sind und einen klassischen Parkettboden haben. Die drei Treppenhäuser, die die Geschosse erschließen, sind mit Eichenholz ausgekleidet.
Admission
5 € / 3,50 € (Dauerausstellung / permanent exhibion); 8 € / 5,50 € (Wechselausstellung / current exhibion); Am 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei (free on 1st Wednesday in month); bis 18 Jahre Eintritt frei (free until the age of 18)
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Visitor entrance

Museum der bildenden Künste Leipzig - Architektur
Katharinenstr. 10
04109 Leipzig
Germany
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Opening Times

Sun
10:00 - 18:00
Mon
-
Tue
10:00 - 18:00
Wed
12:00 - 20:00
Thu
10:00 - 18:00
Fri
10:00 - 18:00
Sat
10:00 - 18:00
Feiertage / public holidays 10:00 - 18:00

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