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Kunstgewerbemuseum

 

in short

Das Kunstgewerbemuseum ist heute an zwei Standorten vertreten: Am Kulturforum bietet es einen breiten Überblick über europäisches Kunstgewerbe und Design vom Mittelalter bis in die Gegenwart. In der Dependance im Schloss Köpenick sind Werke der Raumkunst aus Renaissance, Barock und Rokoko zu sehen.
Kunstgewerbemuseum, Kulturforum Potsdamer Platz
© Staatliche Museen zu Berlin. Foto: Maximilian Meisse
Logo: Kunstgewerbemuseum

Kunstgewerbemuseum

in detail

Das Berliner Kunstgewerbemuseum wurde im Jahre 1868 mit Erwerbungen von der Weltausstellung 1867 in Paris unter dem Namen Deutsches-Gewerbe-Museum zu Berlin eröffnet. Die Gründer wollten mit Unterricht und einer Mustersammlung zur Geschmacksbildung von Kunsthandwerkern, Industriezeichnern und der gesamten Öffentlichkeit beitragen.

Das Kunstgewerbemuseum sammelt europäisches Kunsthandwerk aller nachantiken Stilepochen der Kunstgeschichte, darunter Gold- und Silberschmiedearbeiten, Glas-, Email- und Porzellangefäße, Möbel und Raumgetäfel sowie Tapisserien, Kostüme und Seidenstoffe. Die Auftraggeber für das kostbare Kunstgewerbe stammen aus demselben Kreis, der die führenden Architekten, Bildhauer und Maler beschäftigte: Klerus, Hof, Adel, Patriziat.

KUNSTGEWERBEMUSEUM AM KULTURFORUM

Das Kunstgewerbemuseum am Kulturforum ist wegen umfangreicher Renovierungs- und Umbauarbeiten ab 2.1.2012 bis auf weiteres geschlossen.

In dem großen Museumsgebäude am Kulturforum führt ein Rundgang auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern durch die historische Entwicklung des Kunsthandwerks vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schatzkunst aus bedeutenden mittelalterlichen Kirchen zeigen den hohen Stand der Goldschmiedekunst in dieser Zeit, darunter das Bursenreliquiar aus dem Schatz der Stiftskirche St. Dionysios in Enger/Herford in Westfalen und über vierzig Werke aus dem "Welfenschatz". Für die Epoche der Renaissance steht das Repräsentationssilber der Ratsherren in der reichen Stadt Lüneburg, der letzte erhaltene Ratsschatz einer deutschen Handelsstadt.

Von der hohen Lebenskultur an den Höfen der italienischen Fürstentümer zur Renaissancezeit zeugen Bronzen, Bildteppiche, Möbel, Venezianer Gläser und Majoliken (bemalte Tonwaren) im Erdgeschoss. Im Obergeschoss sind Kostbarkeiten aus barocken Kunstkammern, Delfter Fayencen und barocke Gläser zu sehen. Weiterhin ist europäisches Porzellan, vor allem aus Meißen und der KPM Berlin, Zier- und Tischgerät vom Rokoko und Klassizismus über den Historismus bis zum Jugendstil ausgestellt.

Ein weiterer Sammlungsschwerpunkt liegt durch den Erwerb der Sammlung Kamer/Ruf im Bereich Mode.

Im Untergeschoss wird in der so genannten "Neuen Sammlung" Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts durch vorbildliche Industrieprodukte ergänzt, die heute den Lebensstil stärker bestimmen als handwerkliche Einzelstücke.

KUNSTGEWERBEMUSEUM IM SCHLOSS KÖPENICK
Zum Museum wurde das 1677-89 im Barockstil erbaute Schloss erstmals 1963. Die Staatlichen Museen zu Berlin präsentierten hier die nach der Teilung Deutschlands im Ostteil verbliebenen Bestände des Kunstgewerbemuseums. 1994 begann die Grundinstandsetzung des Baus, und im Mai 2004 wurde das Schloss als zweiter Standort des Kunstgewerbemuseums wiedereröffnet.
Unter dem Aspekt „RaumKunst“ präsentiert das neue Museumskonzept Möbel und Kunstgewerbe aus Renaissance, Barock und Rokoko. Die Auswahl der über 500 Exponate ist durch ihre ursprüngliche Funktion innerhalb der Wohn- und Repräsentationskultur des 16. bis 18. Jahrhunderts im öffentlichen, privaten und höfischen Leben bestimmt. Der Begriff „RaumKunst“ umfasst alle Bereiche der Innenausstattung, die in früheren Zeiten als Wand- und Raumschmuck bürgerlicher und höfischer Wohnräume dienten: Tapisserien, Lackarbeiten, Wandpaneele, Ledertapeten, ein Kabinett mit barocken Kunstkammerschränken, Tafelaufsätze, Porzellan und Silber. Auch die Deckengemälde und die von Graubündner Meistern geschaffenen Stuckdecken – insgesamt 29 – wurden nach sorgfältiger Restaurierung in das neue Präsentationskonzept einbezogen.

Zu den Höhepunkten des Rundgangs zählen vier bemerkenswert vollständige, begehbare Zimmergetäfel aus den oben genannten Epochen, darunter die reich intarsierten Renaissance-Getäfel aus dem Schweizer Schloss Haldenstein und Schloss Höllrich, weiterhin das Silberbuffet aus dem Berliner Schloss und der wiederhergestellte so genannte Wappensaal.

Der barocke Dachstuhl ist ein technisches Denkmal von besonderem Rang. Hier wird die Studiensammlung von Metallgeräten, Fayencen, Glas und Porzellan präsentiert. Das Untergeschoss mit Resten des mächtigen Nordost-Turms aus dem Vorgängerbau nimmt eine Abteilung zur Bau- und Siedlungsgeschichte der Schlossinsel auf. Multimediale Erläuterungen zu Schlossgebäude und Sammlung, ein Lesekabinett und nicht zuletzt das idyllisch am Ufer gelegene Schlosscafé vervollständigen das umfassende Besucherangebot.
Kunstgewerbemuseum
Admission
8 / 4 EUR
Schloss Köpenick
Das 1677-83 von R. van Langervelt erbaute Schloss diente seit 1963 als Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin.
Die ursprünglichen hochbarocken Raumdekorationen sind vor allem mit Stuckdecken teilweise erhalten. Am eindrucksvollsten sind sie in dem reich ausgemalten "Wappensaal" zu erleben.
Admission
4 / 2 EUR
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Visitor entrance

Kunstgewerbemuseum
Matthäikirchplatz 6
10785 Berlin
Germany
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Opening Times

Sun
11:00 - 18:00
Mon
-
Tue
10:00 - 18:00
Wed
10:00 - 18:00
Thu
10:00 - 18:00
Fri
10:00 - 18:00
Sat
11:00 - 18:00
Due to extensive renovation work, the Museum of Decorative Arts will remain closed from 2 January 2012.

Visitor entrance

Schloss Köpenick
Schlossinsel 1
12557 Berlin
Germany
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Opening Times

Sun
10:00 - 17:00
Mon
-
Tue
-
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-
Thu
10:00 - 17:00
Fri
10:00 - 17:00
Sat
10:00 - 17:00

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