Klosterpark Altzella

 

in short

Als die Wogen der europäischen Reformation brachen, vertrieben die zum lutherischen Glauben konvertierten deutschen Landesfürsten die Mönche aus ihren Klöstern. Verwaiste Anlagen blieben zurück, in denen für Geschichtskundige der Widerhall des Wirkens der Ordensbrüder vernehmbar war. Das geschah auch im Klosterpark Altzella, nachdem der sächsische Landesfürst Heinrich der Fromme die Säkularisierung des dortigen Zisterzienserklosters angeordnet hatte.
Klosterpark Altzella, Mausoleum
© Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen; Foto: Herbert Boswank
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Klosterpark Altzella

in detail

Das Kloster Zelle (heute Altzella) wurde im Jahr 1162 von Markgraf Otto von Meißen gestiftet und von Kaiser Friedrich I. mit 800 Hufen gerodetem Land ausgestattet. Ab 1175 mit dem Bau der Klosterkirche, vor allem aber im Zeitraum zwischen 1180 und 1230 ist im Klosterbereich rege Bautätigkeit nachweisbar. Von 1190-1381 war das Kloster Erbbegräbnisstätte der Wettiner. Seine Blütezeit erfuhr es im 14. und 15. Jahrhundert.

1436 erwarb das Kloster die Burg Nossen und baute es zum Abtssitz um. In Folge der Reformation in Sachsen wurde auch das Kloster säkularisiert. Der letzte Abt pachtete den Wirtschaftsteil. Kloster Altzella diente fortan nur noch landwirtschaftlichen Zwecken (Stall und Speicher). Die übrigen Gebäude verfielen oder wurden zur Gewinnung von Baumaterial abgebrochen. Zu Ehren seiner hier begrabenen Vorfahren ließ Kurfürst Johann Georg II. durch Wolf Caspar von Klengel 1676-1680 im Bereich des Hohen Chores der ehemaligen Klosterkirche ein Mausoleum errichten, das um 1800 zu einer frühklassizistischen Begräbniskapelle umgebaut wurde.

1798-1809 legte der Kunstgärtner Johann Gottfried Hübler unter Einbeziehung architektonischer Reste der Bausubstanz einen romantischen Landschaftspark an. Landwirtschaftliche Nutzung verbliebender Gebäudeteile und fortschreitender Verfall historischer Bausubstanz waren für das 19. und 20. Jahrhundert kennzeichnend. Mit der Einrichtung eines Lapidariums im einstigen Speisesaal begann 1955 die museale Nutzung, die sich weiterhin im Ausbau befindet.
Klosterpark Altzella
Admission
3,00 / 1,50 EUR
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Visitor entrance

Klosterpark Altzella
Zellaer Straße 10
01683 Nossen
Germany
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10:00 - 17:00
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10:00 - 17:00
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10:00 - 17:00
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Di bis Fr | 10:00 bis 17:00
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Apr to Oct:
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Sat, Sun and public holidays | 10am - 6pm

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