Helmut Newton Stiftung

 

in short

Seit Juni 2004 präsentiert sich das Museum für Fotografie als eine Abteilung der Kunstbibliothek unter einem Dach mit der Helmut Newton Stiftung in der Jebensstraße 2 gegenüber dem Bahnhof Zoologischer Garten.
Detail: Museum für Fotografie und Helmut Newton Stiftung
© Staatliche Museen zu Berlin. Foto: Stefan Müller
Logo: Helmut Newton Stiftung

Helmut Newton Stiftung

in detail

Ziel der Neugründung des Museums für Fotografie ist die Bündelung der vielfältigen musealen Aufgabenbereiche für das Medium Fotografie bei den Staatlichen Museen zu Berlin in einem Ausstellungs-, Forschungs- und Dokumentationszentrum. Schrittweise werden ab Sommer 2004 die Räumlichkeiten für diese Zwecke umgebaut. Neben Ausstellungssälen und Archivräumen wird es einen Studien- und Lesesaal mit Präsenzbibliothek, eine Restaurierungswerkstatt und eine museumspädagogische Abteilung mit Demonstrationsfotolabor geben.

Die Helmut Newton Stiftung wurde noch von Helmut Newton selbst Ende 2003 gegründet. Sie ist eine Stiftung nach schweizerischem Recht mit Sitz in Zürich. Zweck der international arbeitenden Stiftung ist die Wahrung, der Schutz und die Präsentation des fotografischen Werkes von Helmut und June Newton, die seit 1970 unter dem Namen Alice Springs ein eigenes, bedeutendes Porträtwerk schuf. Helmut Newton hat bei der Gründung eine große Anzahl von Fotopositiven auf seine Stiftung übertragen, die einen wesentlichen Bestandteil seines künstlerischen Schaffens darstellen. Im Oktober 2003 hat die Helmut Newton Stiftung mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz einen Vertrag geschlossen, auf dessen Grundlage der Helmut Newton Stiftung dauerhaft das Erdgeschoss und der erste Stock des ehemaligen Landwehrkasinos in Berlin-Charlottenburg zu Ausstellungszwecken zur Verfügung stehen wird. Nach den Wünschen von Helmut Newton soll diese Stiftung in seiner Heimatstadt Berlin kein "totes Museum" sein, sondern eine "lebendige Institution". In wechselnden Ausstellungen werden hier unterschiedliche Aspekte seines vielschichtigen, innovativen und provokativen Werkes präsentiert. Zukünftig sollen auch andere Künstler und Fotografen in der Helmut Newton Stiftung gezeigt werden und so mit Newtons Werk in einen Dialog treten.
Museum für Fotografie
Das Gebäude Jebensstraße 2 gegenüber dem Bahnhof Zoologischer Garten wurde 1908-09 nach Plänen von Heino Schmieden und Julius Boethke errichtet und am 2. September 1909 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Der neoklassizistische Bau diente ursprünglich als Kasino des „Offizierscorps der Landwehr-Inspektion Berlin e.V.“. Er beherbergte mehrere Festsäle, Gästezimmer, ein Restaurant und sogar Kegelbahnen und einen Schießstand.

Das nüchterne Äußere der Architektur kontrastierte mit der prächtigen Innenausstattung, die dem Zeitgeschmack der Wilhelminischen Ära entsprach: vielfarbige Wand- und Deckenmalereien im pompejanischen Stil, antike Pilasterordnungen, Jugendstilornamente; moderne Akzente setzten Röhrenlampen und indirekte Beleuchtungskörper. Repräsentativster Raum war der Kaisersaal im zweiten Obergeschoss, ein tonnengewölbter Festsaal von 665 Quadratmetern Fläche, mit über 11 m Raumhöhe. Nach mehreren Umbauten und zeitweiser Nutzung als Theater wurde er im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört.

1950 erwarb der Berliner Senat das beschädigte Gebäude und überwies es der Kunstbibliothek sowie der noch unbehausten Galerie des XX. Jahrhunderts, die später einen Grundstock der Neuen Nationalgalerie bildete. Beide Institutionen konnten im Laufe des Jahres 1954 ihre neuen Räumlichkeiten in der Jebensstraße beziehen. Von 1978 bis 1986 nutzte auch die Berlinische Galerie das Haus für Ausstellungen. Seit die Kunstbibliothek 1993 in den Neubau am Kulturforum Potsdamer Platz übersiedelte, waren im Gebäude Depots und Werkstätten des Museums Europäischer Kulturen und der Alten Nationalgalerie untergebracht.

Seit dem Umbau durch das Berliner Architekturbüro Kahlfeldt 2003/2004 befinden sich an diesem Ort zwei Institutionen: die Helmut Newton Stiftung und das Museum für Fotografie. Durch eine public-private-partnership verbunden, ist das neu geschaffene Fotomuseum die erste Institution dieser Art in Berlin. Bis zur museumsgerechten Instandsetzung wird die eindrucksvolle Ruine des Kaisersaals mit ihren rohen Backsteinwänden und dem von unten sichtbaren Dachstuhl mit wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Fotografie bespielt.
Admission
Standard: 10,00 EUR / Reduced: 5,00 EUR Area Ticket: 12,00 EUR / 6,00 EUR
The museum on google maps:

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Visitor entrance

Museum für Fotografie
Jebensstrasse 2
10623 Berlin
Germany
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Opening Times

Sun
11:00 - 18:00
Mon
-
Tue
10:00 - 18:00
Wed
10:00 - 18:00
Thu
10:00 - 20:00
Fri
10:00 - 18:00
Sat
11:00 - 18:00

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