Germanisches Nationalmuseum

 

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Das Germanische Nationalmuseums wurde 1852 gegründet und ist mit über 1,2 Millionen Objekten das größte kulturhistorische Museum Deutschlands. Das Spektrum der Sammlung reicht von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Kunst und Kultur des letzten Jahrhunderts.
Eingang des Germanischen Nationalmuseums
© GNM
Logo: Germanisches Nationalmuseum

Germanisches Nationalmuseum

in detail

AUFTRAG UND GESCHICHTE
„Das Germanische Nationalmuseum ist dem gesamten deutschen Volk gewidmet und hat die Aufgabe, die Kenntnis der deutschen Geschichte zu verbreiten und zu vertiefen. Zu diesem Zweck hat es insbesondere Zeugnisse der Geschichte und Kultur, Kunst und Literatur aus dem deutschen Sprachraum wissenschaftlich zu erforschen, zu sammeln, zu bewahren und der Öffentlichkeit zu erschließen.“ (Auszug aus der Satzung des Germanischen Nationalmuseums)

Das Germanische Nationalmuseum besteht seit 1852. Die Gründung des Museums initiierte maßgeblich der fränkische Adelige Hans Freiherr von und zu Aufseß. Er verfolgte damit die Absicht, ein „wohlgeordnetes Generalrepertorium über das ganze Quellenmaterial für die deutsche Geschichte, Literatur und Kunst“ anzulegen. Vor dem Hintergrund der gescheiterten politischen Einigung der deutschen Staaten im Jahr 1848 sollte damit die Einheit des „germanischen“ - d.h. deutschsprachigen - Kulturraumes dokumentiert werden. Mit der Reichsgründung 1871 wurde das Germanische Nationalmuseum offiziell das Nationalmuseum deutscher Kunst und Kultur.

SCHWERPUNKT FORSCHUNG
Seinem Auftrag und seinem Grundverständnis zufolge ist das Germanische Nationalmuseum ein „forschendes Museum“. Der Schwerpunkt dabei liegt in der Erforschung und der Aufbereitung des umfangreichen Sammlungsbestandes unter kunst- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit werden der Fachwelt wie der Öffentlichkeit präsentiert in Form von Bestandskatalogen, in Ausstellungen und deren Publikationen, weiterhin in Dokumentationen und Veröffentlichungen zu speziellen wissenschaftlichen Projekten.

DIE SAMMLUNGEN
Heute umfasst der gesamte Sammlungsbestand über 1,2 Millionen Objekte. Damit ist das Germanische Nationalmuseum das größte kulturhistorische Museum Deutschlands. Die Schausammlungen gliedern sich in 17 Fachabteilungen. Das Spektrum reicht von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Kunst und Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit den über 20.000 ausgestellten Objekten bietet sich dem Besucher eine Zeitreise vom steinzeitlichen Faustkeil über den Ezelsdorfer Goldkegel (Bronzezeit), mittelalterliche Skulpturen von Veit Stoß und Tilman Riemenschneider, den Behaim-Globus, die Kaiserbilder Albrecht Dürers und das Selbstbildnis Rembrandts bis hin zum Filzanzug von Joseph Beuys von 1971. Mit den regelmäßig stattfindenden Sonderausstellungen werden ausgewählte Themen zur Kunst- und Kulturgeschichte des deutschsprachigen Raumes anschaulich vermittelt.

DIE ARCHITEKTUR
Den architektonischen Kern des heutigen Museumskomplexes bildet ein spätmittelalterliches Kartäuserkloster mit seinen erhaltenen Kreuzgängen, der Kirche und den Mönchshäusern. Das äußere Erscheinungsbild prägen die Bauten des Architekten Sep Ruf aus den 50er und 60er Jahren sowie das 1993 entstandene Museums-Forum und die von Dani Karavan geschaffene „Straße der Menschenrechte“.

DIE SPEZIALSAMMLUNGEN
Das Germanische Nationalmuseum ist mehr als nur ein Museum. Neben den einzelnen Sammlungsabteilungen unterhält das Museum ein HISTORISCHES ARCHIV, ein ARCHIV FÜR BILDENDE KUNST, ein MÜNZKABINETT und eine GRAPHISCHE SAMMLUNG. Die wissenschaftliche SPEZIALBIBLIOTHEK umfasst über 500.000 Bände zur europäischen Kunst- und Kulturgeschichte und ist auch für Besucher des Museums zugänglich.
Als eigenständige Sammlung betreut das Nationalmuseum das GEWERBEMUSEUM IM GNM.
Das INSTITUT FÜR KUNSTTECHNIK UND KONSERVIERUNG mit seinen 15 Fachabteilungen zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art in der Bundesrepublik. Es ist nicht nur für die konservatorische Betreuung des gesamten Sammlungsbestandes zuständig, sondern dient im Rahmen des Fachhochschulstudiums zum Diplom-Restaurator (FH) als Ausbildungseinrichtung für ausbildungsvorbereitende Praktika.
Im museumseigenen VERLAG, dem ältesten Museumsverlag Europas, erscheinen nicht nur die Kataloge zu einzelnen Ausstellungen sondern auch die Jahresschrift „Der Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums“ sowie der „Monatsanzeiger“. Seit 1996 nimmt der Verlag mit einem eigenen Stand an der Frankfurter Buchmesse teil.
Die museumspädagogische Betreuung der Besucher übernimmt das KUNST- UND KULTURPÄDAGOGISCHE ZENTRUM DER MUSEEN IN NÜRNBERG (KPZ) mit seinen zielgruppenspezifischen Abteilungen für Schulklassen sowie für Erwachsene und Familien.

Das Germanische Nationalmuseum unterhält zwei Dependancen:
KAISERBURG-MUSEUM
Auf der Kaiserburg zu Nürnberg wurde im so genannten Kemenaten-Bau ein Museum eingerichtet, das die Baugeschichte der Kaiserburg und ihre reichsgeschichtliche Bedeutung für das Heilige Römische Reich Deutscher Nation dokumentiert. Weitere Abteilungen widmen sich der Kaiserburg als Sternwarte und erläutern die wehrgeschichtliche Funktion der Burg sowie die Entwicklung der Waffen- und Rüsttechnik des Mittelalters und der frühen Neuzeit.

SCHLOSS NEUNHOF
In dem kleinen ländlichen Adelssitz an der nordwestlichen Nürnberger Stadtgrenze wird die Wohn- und Lebensweise des Landadels in der Zeit vom 16.-19. Jahrhundert veranschaulicht. Das Schloss bildet mit seinen Wehranlagen, der Brücke, dem Badehaus sowie den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden und der barocken Gartenanlage ein malerisches Ensemble.
Germanisches Nationalmuseum
Admission
6 / 4 EUR
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Visitor entrance

Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse 1
90402 Nuremberg
Germany
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Opening Times

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10:00 - 18:00
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10:00 - 18:00
Wed
10:00 - 21:00
Thu
10:00 - 18:00
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10:00 - 18:00
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10:00 - 18:00

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