Schausammlung

permanent exhibition

in short

Das Berliner Musikinstrumenten-Museum sammelt Musikinstrumente der europäischen Kunstmusik vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Zur Zeit besitzt das Museum rund 3.200 Instrumente, die sich vielfach in spielbarem Zustand befinden. Gut 800 Instrumente sind in der Schausammlung zu sehen.
Organ by William & John Gray (Bath) for Bathwick, St. Mary's Church, about 1815-1820
© Anne-Katrin Breitenborn

Visitor entrance

Musikinstrumenten-Museum
Ben Gurion Straße (vis à vis Sony-Center)
10785 Berlin
Germany 

Detailed information about the museum on euromuse.net

Musikinstrumenten-Museum

in detail

Sammelschwerpunkte
Sammelgebiet des Museums sind Musikinstrumente der europäischen Kunstmusik vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Hier einige der Schwerpunkte der Sammlung:
Cembali der flämischen Instrumentenbauerfamilie Ruckers: Mit ihrem kraftvollen und flexiblen Ton und ihren reichhaltigen Bemalungen sind die Ruckers-Cembali aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine besondere Attraktion sowohl für das Ohr als auch das Auge.
Kielklaviere und Clavichorde: Cembalo und Clavichord waren - bei grundsätzlich unterschiedlicher Klangerzeugung - vom 16. bis ins 18. Jahrhundert die Hauptformen des besaiteten Tasteninstruments vor der Erfindung des Hammerklaviers.
Blasinstrumente des Barock : Oboe statt Pommer - im ausgehenden 17. Jahrhundert setzte sich bei den Holzblasinstrumenten ein Klangideal durch, das bis heute wirksam ist.
Italienische Meistergeigen: Die klangvollsten Namen des Geigenbaus kommen aus Cremona: Amati, Guarneri - und nicht zuletzt Antonio Stradivari.
Meistergeigen aus dem nordalpinen Raum: Nicht immer galten die Instrumente Stradivaris als das Nonplusultra: Bis um 1800 erfreuten sich einige Geigen aus dem nordalpinen Raum einer noch größeren Beliebtheit.
Instrumente der Wiener Klassik: In der Zeit Haydns und Mozarts gelang Instrumenten wie Hammerflügel und Klarinette der endgültige Durchbruch, was nicht ohne Einfluss auf die Musik der Wiener Klassik blieb.
Berliner Instrumentenbau: Bechstein-Klaviere und -Flügel, Möckel-Geigen, Moritz-Blechblasinstrumente - Berlin kann im Musikinstrumentenbau auf eine reiche und vielfältige Tradition zurückblicken.
Renaissance des Cembalobaus: Während das breite Publikum bei der Weltausstellung 1889 den Eiffelturm bewunderte, nahm die musikalische Fachwelt erstaunt drei Cembalo-Neukonstruktionen aus Pariser Werkstätten zur Kenntnis.
Von der Spieldose zum Orchestrion: Mit ihren Stiften und Löchern als Informationsspeicher sind sie die wahren Vorläufer des digitalen Zeitalters: die automatischen Musikinstrumente.
Elektronische Musikinstrumente: Instrumente wie Hammondorgel oder Trautonium verbindet man sofort mit Film- und Jazzmusik. Elektronische Musikinstrumente beherrschen die Unterhaltungsmusik und sind heute feste Bestandteile unseres Lebens.

Highlights der Sanmlung
Mighty Wurlitzer-Theaterorgel: Donnergrollen und Vogelzwitschern, Sirenengeheul und Glockengeläut - die Klangpalette einer der mächtigsten Theater- und Kinoorgeln Europas lässt sich hören.
Naumburger Blasinstrumente: Eine weltweit einzigartige Kollektion seltener Blasinstrumente des Frühbarock aus der Naumburger Stadtkirche St. Wenzel.
"Bach-Cembalo": Ein Instrument mit Modellcharakter: Spielte Johann Sebastian Bach höchstpersönlich auf diesem Cembalo?
Flöten aus dem Besitz Friedrichs II. : Wahrhaft königliche Instrumente: Der Musikenthusiast Friedrich II. von Preußen liebte seine Querflöten über alles.
Reisecembalo: Zum Zusammenklappen und Mitnehmen - eine Rarität am preußischen Hof.
Glasharmonika: Benjamin Franklin, der große Physiker und Politiker, hat nicht nur den Blitzableiter, sondern auch die Glasharmonika erfunden.
"Weber-Flügel": An diesem Hammerflügel aus der Wiener Werkstatt Joseph Brodmanns hat Carl Maria von Weber seinen "Freischütz" komponiert.
Gray-Orgel: Für Liebhaber historischer Orgeln: ein englisches Meisterinstrument des frühen 19. Jahrhunderts.

Kuriositäten
Die Geschichte des Musikinstrumentenbaus hat immer wieder auch Seltenes und Seltsames hervorgebracht.  Wir haben einige solcher Kuriositäten in unserer Sammlung.
Wurstfagott und Büchsentrompete: Wohin mit den oft so langen Rohren der Blasinstrumente? Ab ins Kästchen! war eine im 17. Jahrhundert durchaus gängige Lösung.
Nähtischklavier und Spazierstockinstrumente: Der Spazierstock wird zur Geige; der Nähtisch zum Klavier: Musikinstrumente als Symbolträger des Lebens und Wohnens in der Biedermeierzeit.
Äolsharfe: "Es schwebet nun in unbestimmten Tönen / Mein lispelnd Lied, der Äolsharfe gleich." Goethe hatte, als er diese Zeilen schrieb, keinen Fantasieklang im Ohr, sondern ein konkretes Instrument.
Arpeggione: Ein Instrumentenbau-Experiment, das wohl bald vergessen worden wäre, hätte nicht Franz Schubert eine Sonate für Arpeggione komponiert.
Admission
6,00/3,00 EUR
Bereichskarte (Area Pass) Kulturforum 12,00/6,00 EUR
The exhibition venue on google maps:

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Opening Times

Sun
10:00 - 17:00
Mon
-
Tue
09:00 - 17:00
Wed
09:00 - 17:00
Thu
09:00 - 20:00
Fri
09:00 - 17:00
Sat
10:00 - 17:00
Special Opening Hours 2015

Eastern
April 3rd: 10.00 a.m. – 5:00 a.m.
April 4th: 10.00 a.m. – 5:00 a.m.
April 5th: 10.00 a.m. – 5:00 a.m.
April 6th: closed

Labour Day
May 1st: closed

Ascension Day
May 14th: closed

Whitsun
May 24th: 10.00 a.m. – 5:00 a.m.
May 25th: closed

German Unity Day
October 3rd: 10.00 a.m. – 5:00 a.m.

Christmas
December 24th: closed
December 25th: closed
Dezember 26th: 10.00 a.m. – 5:00 a.m.

New Year's Eve
December 31st: closed

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