in detail
Die Ausstellung verzichtet auf den uneinlösbaren Anspruch einer enzyklopädischen Darstellung der Region sondern wirft unter dem Titel „Götterbilder“ Streiflichter auf das breite Spektrum religiöser Erscheinungen. Der zeitliche Bogen spannt sich dabei von den Kuschana-Königreichen um die Zeitenwende über die Göttervielfalt der Hindus bis hin zu rezenten religiösen Praktiken in Vietnam oder die Christianisierung der ehemaligen Kopfjägerkultur in Nordost-Indien. So wird erkennbar, dass religiöse Vorstellungen auch in einer modernen Welt das Denken in Asien prägen – Buddha, Shiva und Vishnu aus den alten Schriften sind lebendig wie vor zweitausend Jahren.
In 21 Vitrinen wird anhand der darin präsentierten Objekte jeweils ein Aspekt religiösen Tuns und dessen Verortung im Weltbild der Erzeuger behandelt. Jedes Thema kann dabei für sich verstanden werden, mehrere Erzählstränge lassen sich aber auch zu einem Gesamtbild zusammenfügen.
Sri Lanka im Süden, die Mongolei im Norden, Vietnam im Osten und Pakistan im Westen bilden die Eckpunkte dieses riesigen Gebietes. Indische Musikinstrumente, Figuren des vietnamesischen Wasserpuppentheaters, Statuen der Khmer, taoistische Malereien, Buddhastatuen aus Thailand, Kopfjagdtrophäen der Naga - das sind nur einige wenige Beispiele aus der mehr als 30.000 Objekte zählenden Sammlung.
Die Objekte berichten darüber, wie die Menschen ihre Götter sehen, ihre Gesellschaft organisieren, welchen Platz das Individuum darin einnimmt, wie sie ihr Land in Frucht tragende Äcker verwandeln, die Produkte ihrer Tiere nutzen, wie sie sich kleiden, ihre freie Zeit genießen oder auch Kriege führen. Je nach Blickwinkel und je nach Kontext kann ein und dasselbe Objekt eine ganz andere Geschichte erzählen.
Admission
12 / 9
The exhibition venue on google maps: