Rubens - Kraft der Verwandlung

01.01.1970 - 21.01.2018

in short

»Wie kein Maler vor ihm hat Rubens Welten erschaffen und ausgefüllt, die bis heute aufregen. Seine Kunst ist voller Spezialeffekte. Farben und Formen explodieren, brechen aus den Gemälden heraus. Pop Art. Alles ist mit neuen Augen gesehen, der Kosmos, die Menschen, ihr Tun. Rubens verlässt die Natur und schafft abstrakte Räume. Mit einer dem Kino vergleichbaren Dramatik betreten darin Helden, Götter, Tiere die neue Bühne des Barock. Und in alledem überrascht uns dieser Maler. Mit Bildern, die alles können: Sie erzählen von Liebenden ebenso wie von Schmerz und Wut, sie verlebendigen monströse Wesen und Göttinnen der Schönheit. Er ist ein Star. Rubens kommt!«


Stefan Weppelmann, Direktor der Gemäldegalerie
Das Parisurteil, 1638, Peter Paul Rubens
© Museo Nacional del Prado

Visitor entrance

 

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Kunsthistorisches Museum Wien

in detail

Peter Paul Rubens (1577 Siegen - 1640 Antwerpen) war seinerzeit ein Star – und ist es bis heute! Sein Name steht für die Malerei einer ganzen Epoche, die Zeit des Barock. Doch kommt auch die Kunst der Gegenwart oft nicht an ihm vorbei.

Das gewaltige Lebenswerk dieses Genies umfasst großformatige Altarbilder, die an Dynamik und Farbgewaltigkeit alles übertreffen, was seine Zeitgenossen gewöhnt waren. Aber auch sinnliche Akte und dramatische Bilderzählungen gehören dazu. Ebenso verbindet man Rubens mit intimen und privaten Gemälden. Zu den berühmtesten zählt etwa Das Pelzchen im Kunsthistorischen Museum. Die Darstellung ist eine regelrechte Liebeserklärung des Malers an seine zweite Gemahlin, die junge wie schöne Hélène Fourment.

Großartig und voller Lebendigkeit ist auch die Gewitterlandschaft, die Rubens wohl aus persönlichem Interesse an Problemen der Landschaftsdarstellung beginnt und zeitlebens verwandelt.


Die Sonderausstellung ermöglicht erstmals, diese und viele andere Wiener Meisterwerke im Kontext von Rubens’ Vorzeichnungen, Ölskizzen, Tafelbildern und Leinwänden neu zu erleben.

Die Werkauswahl, darunter etwa 70 Leihgaben aus den großen Sammlungen der Welt – dem Prado in Madrid, der Eremitage in St. Petersburg oder der National Gallery of Art in Washington D.C. – ist dabei so getroffen, dass Gegenüberstellungen verdeutlichen, wie Rubens arbeitet, wie ihm seine eindringlichen, überlegt komponierten Kunstwerke gelingen.

Es ist damit der spannendste Aspekt seines Schaffens thematisiert: die Auseinandersetzung des Malers mit Quellen und Vorbildern. Die Ausstellung möchte anhand einiger Beispiele zeigen, wie Rubens bei anderen Künstlern – in Werken seiner Zeitgenossen ebenso wie in Gemälden bedeutender Renaissancemaler – Inspiration findet. Zugleich tritt er zeitlebens mit der Bildhauerkunst aus Antike und Renaissance in Dialog.

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