Ötzi, der Mann aus dem Eis

permanent exhibition

in short

2011 jährte sich der einmalige Mumienfund zum 20. Mal. Aus diesem Anlass wurde die Dauerausstellung aktualisiert und um Ötzis Lebensumstände, die Forschungsergebnisse, die Medienrealität sowie Fiktionen, Fragen und Kuriositäten rund um die Mumie erweitert.
The Iceman´s arrows and quivers
© South Tyrol Museum of Archaeology / foto-dpi.com

Visitor entrance

Südtiroler Archäologiemuseum
Museumstraße 43
39100 Bolzano
Italy 

Detailed information about the museum on euromuse.net

Südtiroler Archäologiemuseum

in detail

Das Besondere des 1991 am Gletscher zutage getretenen Fundkomplexes besteht darin, dass eine komplett erhaltene Mumie mit vollständiger Kleidung und Ausrüstung Einblick in die Tracht und die technischen Fähigkeiten der beginnenden Kupferzeit (3300 bis 3100 v. Chr.) gibt. Bekleidungsreste waren zuvor lediglich in relativ fragmentiertem Zustand aus den Pfahlbauten des zirkumalpinen Raumes bekannt, wobei es sich in der Regel um gewebte oder geknüpfte pflanzliche Fasern handelt. Tierische Materialien, wie Felle etc. haben sich dort nicht erhalten. Daher bietet der Fundkomplex “Mann aus dem Eis” eine Momentaufnahme eines kupferzeitlichen Mannes, der sich im Hochgebirge bewegte. Die Bekleidung setzt sich aus einer Mütze, einem Fellmantel, einem Paar Beinkleider und einem Lendenschurz aus Leder sowie einem Paar gefütterter Schuhe zusammen. Zu seiner Ausrüstung gehören ein nicht vollendeter Bogen, ein Köcher mit Pfeilen und Pfeilschäften, ein Beil mit Kupferklinge, ein Dolch mit Silexklinge (Feuerstein), ein Retuscheur, Birkenrindengefäße, eine Kraxe und diverse Reservematerialien sowie Knochenspitzen.

Die Präsentation des Mannes aus dem Eis im Museum
Der Tatsache bewusst, dass es sich um einen archäologischen Fund handelt, dessen Zurschaustellung auch zu ethischen Diskussionen führt, wurde bei der Einrichtung des Museums 1998 auf eine sehr zurückhaltende Form der Präsentation großer Wert gelegt
Die Abteilung „Mann aus dem Eis“ wurde bewusst sachlich gehalten; Weiß bemalte Wände und der helle Fußboden evozieren höchstens die Weite einer Schneelandschaft. Grafik und Architektur stehen in keiner Konkurrenz zum Objekt. Die Entdeckung und die Bergung des Fundes werden zusätzlich zu den Schautafeln durch Videoprojektionen illustriert. Am Ende der Etage gibt ein Discovery Room die Möglichkeit, selbst Hand an zulegen und eine Rekonstruktion des Mantels von Ötzi zu probieren.
Durch die Unterteilung des Schauraumes entscheiden die Besucher und Besucherinnen selbst, ob sie sich die Mumie ansehen möchten oder nicht. Das Fenster, das den Blick auf die Mumie freigibt, steht nicht im Mittelpunkt des Geschehens, sondern ist in einen optisch abgegrenzten Raum eingebunden. Die 40 x 30 cm große Wandöffnung erlaubt es dem Publikum, einen Blick in die Kühlzelle zu werfen, in der die Mumie auf einer Präzisionswaage liegend, bei - 6° C und fast 100% Luftfeuchtigkeit konserviert wird. Ein größeres Fenster würde zu einem unkontrollierbar hohen Energieverlust im Inneren der Zelle führen.
Admission
9,00 / 7,00 EUR
School classes (Schulklassen): 1,50 EUR
Family Ticket: 18,00 EUR (2 Adults with Children under 14)
Family Ticket "mini": 9,00 EUR (1 Adult with children under 14)
Children under 6: free (Kinder bis 6 Jahre frei)
The exhibition venue on google maps:

keywords

archaeology, Essen, Handel, bozen, borreliose, archäologischer fund (italien), kupfersteinzeit, kostümkunde der ur- und frühgeschichte, ur- und frühgeschichte (europa), bergsteiger, mumie, Ötztaler alpen, geboren im 4. jahrtausend v. chr., gestorben im 4. jahrtausend v. chr., mann, archäologie (Österreich), identität unbekannt, kriminalfall, Knochen, Bekleidung, Kupfer, Frühgeschichte, Energie, Europa, Mumien, Schuhe, Landschaft, Identität

Opening Times

Sun
10:00 - 17:30
Mon
-
Tue
10:00 - 17:30
Wed
10:00 - 17:30
Thu
10:00 - 17:30
Fri
10:00 - 17:30
Sat
10:00 - 17:30
Open daily in July, August and December
Closed on Mondays (except bank holydays), on 1.1., 1.5. and 25.12.
Special opening hours on 24 and 31.12.

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