Nolde und die Brücke

12.02.2017 - 18.06.2017

in short

In der Ausstellung werden Frühwerke Emil Noldes und der Brücke-Künstler in einem bis dahin nicht bekannten Umfang zusammengeführt, um die stilistischen Anregungen der Künstler in den Gattungen Malerei, Zeichnung und Druckgrafik nachzuzeichnen.
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Visitor entrance

Museum der bildenden Künste Leipzig - Architektur
Katharinenstr. 10
04109 Leipzig
Germany 

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Museum der bildenden Künste Leipzig

in detail

Dass Emil Nolde (1867–1956) zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts zählt, steht außer Frage. Selbiges trifft auch auf die Pioniere des Expressionismus Fritz Bleyl (1880–1966), Erich Heckel (1883–1970), Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) und Karl Schmidt--Rottluff (1884–1976) zu, die 1905 die Künstlergruppe Brücke in Dresden gründeten. Weit weniger bekannt ist, dass Nolde von Frühjahr 1906 bis Herbst 1907 Mitglied der Brücke war.
In der Ausstellung werden Frühwerke Emil Noldes und der Brücke-Künstler in einem bis dahin nicht bekannten Umfang zusammengeführt, um die stilistischen Anregungen der Künstler in den Gattungen Malerei, Zeichnung und Druckgrafik nachzuzeichnen. Zugleich werden die Klischeekriterien, was ein expressionistisches Bild überhaupt ausmacht, kritisch hinterfragt. Denn in der Formierungsphase der Brücke, als Nolde Mitglied dieser Gemeinschaft war, bestimmen noch impressionistische Bildvorstellungen die Werkgenese. Im Fokus stehen außerdem frühe Formen des „Networking“ wie die strategische Zusammenarbeit mit Galeristen, Sammlern und Museen. Unter den Exponaten der Ausstellung befinden sich zahlreiche Werke, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf den frühen Brücke-Wanderausstellungen unter anderem auch in Leipzig zu sehen waren. Die erste Einzelausstellung Noldes in Deutschland richtete der Leipziger Kunstverein 1904 im Museum der bildenden Künste aus. Auch fand die erste Gruppenausstellung der Brücke 1905 in der Kunsthalle P. H. Beyer & Sohn in Leipzig statt. Die zweite Einzelausstellung von Nolde fand 1914 im Leipziger Kunstverein statt. Eines der Hauptwerke war die „Verspottung Christi“, die das Museum sieben Jahre später ankaufte. 1937 wurde das Bild als ,Entartete Kunst‘ beschlagnahmt und findet nun nach 80 Jahren seinen Weg zurück nach Leipzig – als eines der 198 gezeigten Werke.
Die Ausstellung, an der sich zahlreiche Leihgeber beteiligen, ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Kunsthalle zu Kiel (18. November 2017 – 2. April 2018) und wird unterstützt vom Brücke-Museum Berlin und der Nolde Stiftung Seebüll.

Der Katalog zur Ausstellung ist im Hirmer Verlag München erschienen, er gilt als zukünftiges Referenzwerk zum künstlerischen Austausch zwischen Nolde und der Brücke. Für 39 € im Museumsshop Wasmuth sowie im Buchhandel
Admission
5 € / 3,50 € (Dauerausstellung / permanent exhibion); 8 € / 5,50 € (Wechselausstellung / current exhibion);
Am 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei (free on 1st Wednesday in month); bis 18 Jahre Eintritt frei (free until the age of 18)
The exhibition venue on google maps:

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