Die Künstler in der Fremde - Werke aus der Graphischen Sammlung

24.08.2017 - 19.11.2017

in short

Die Ausstellung zeigt Werke des 19. und 20. Jahrhunderts aus dem Bestand der Graphischen Sammlung des Museums der bildenden Künste Leipzig, darunter Arbeiten von Carl Gustav Carus, Ferdinand Olivier, Lea Grundig und Gerhard Altenbourg.
Carl Gustav Carus, Golf von Neapel, 1856
© Punctum/B. Kober

Visitor entrance

Museum der bildenden Künste Leipzig - Architektur
Katharinenstr. 10
04109 Leipzig
Germany 

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Museum der bildenden Künste Leipzig

in detail

Künstler sind Transitreisende innerhalb einer globalen Kunstwelt voller mondialer Transferprozesse, die ihre Inspiration in den schier grenzenlosen Kommunikationsmöglichkeiten finden. Der Schritt in die Fremde, das Verlassen bekannter Gefilde oder der eigenen Heimat ist jedoch nicht nur ein Phänomen der heutigen Zeit. Schon die Werke vorangegangener Künstlergenerationen sind von Bewegungsprozessen geprägt, die einen fruchtbaren kulturellen und künstlerischen Austausch eingeleitet haben. Besonders mit Beginn des 19. Jahrhunderts – einer Zeit, in der das Reisen und damit das Überwinden von Ländergrenzen durch technischen und gesellschaftlichen Fortschritt zur Selbstverständlichkeit geworden ist – lässt sich eine bewusste ästhetische Auseinandersetzung mit fremden Kulturen, jenseits allen wissenschaftlichen Interesses, konstatieren.

In der Ausstellung wird exemplarisch dem Schritt der Künstler in die Fremde in drei unterschiedlichen Themenschwerpunkten nachgespürt. Zum einen das Reisen aus freiem Antrieb, das in Gestalt von Ausbildungs- und Studienreisen der Entdeckung fremder Welten, der Rückbesinnung auf die Ursprünglichkeit und vor allem der Erweiterung des eigenenkünstlerischen Horizonts dient. Zum anderen ist es der aus politischen, wirtschaftlichen oder weltanschaulichen Gründen zumeist erzwungene Gang ins Exil oder die Emigration, der selbst in der unfreiwilligen Fremderfahrung eine gewisse Akkulturation mit sich brachte. Der Schritt in die Fremde ist jedoch nicht unweigerlich mit einer tatsächlichen körperlichen Bewegung, dem wirklichen Verlassen eines Ortes verbunden, sondern zeigt sich in Zeiten persönlicher und gesellschaftlicher wie politischer Krisen bei einigen Künstlern auch als Rückzug in sich selbst, quasi als ein Prozess der „inneren Emigration“.

Die Ausstellung zeigt Werke des 19. und 20. Jahrhunderts aus dem Bestand der Graphischen Sammlung des Museums der bildenden Künste Leipzig, darunter Arbeiten von Carl Gustav Carus, Ferdinand Olivier, Lea Grundig und Gerhard Altenbourg.
Admission
5 € / 3,50 € (Dauerausstellung / permanent exhibion); 8 € / 5,50 € (Wechselausstellung / current exhibion);
Am 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei (free on 1st Wednesday in month); bis 18 Jahre Eintritt frei (free until the age of 18)
The exhibition venue on google maps:

keywords

history, graphic art, european art after 1800, history of art, Kunst, Kultur, Arbeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Wissenschaft, Reise, Essen, Bildung, Zeichnung, Wirtschaft, zeichnung, aquarell, kulturtransfer, reisen, kabinettausstellung, graphische sammlung

Opening Times

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10:00 - 18:00
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10:00 - 18:00
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12:00 - 20:00
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10:00 - 18:00
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10:00 - 18:00
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10:00 - 18:00
Feiertage / public holidays 10:00 - 18:00

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