Computerspiele. Evolution eines Mediums

permanent exhibition

in short

Über 300 Exponate erwarten Sie in unserer Spiel- und Experimentierlandschaft zur Kulturgeschichte der ComputerGames. Begeben Sie sich auf eine unterhaltsame Zeitreise zum spielenden Menschen im 21. Jahrhundert. Erkunden Sie anhand vieler rarer Originalexponate, spielbarer Klassiker und medialer Inszenierungen die Welt des „Homo Ludens Digitalis“.
Original eines "Computerspace" von 1971
© CSM Berlin

Visitor entrance

Computerspielemuseum
Karl-Marx-Allee 93a
10243 Berlin
Germany 

Detailed information about the museum on euromuse.net

Computerspielemuseum

in detail

Sind Computerspiele die Vorboten eineer neuen Kultur? Vor mehr als 30 Jahren wurde der Heimcomputer zur Spielmaschine. Digitale Spiele haben seitddem mehr zur Verbreitung des Computers beigetragen als alle anderen Anwendungen. Die Botschaft des neuen Mediums ist Interaktion - alltagstaugliche Teilhabe und Gestaltungsmöglichkeit, heute verwirklicht in globalen, interaktiv organisierten Netzen. In geschichtlich kurzer Frist hat das digitale Spiel die Kommunikation der Gesellschaft so grundlegend verändert wie seinerzeit der Buchdruck oder die Technologien zur Produktion des bewegten Bildes. Lange als reines Kinderspielzeug verkannt, stehen Computerspiele nunmehr als erste populäre "digital born artefacts" im Fokus des gesellschaftlichen Interesses.Johan Huizinga beschrieb 1938 in seinem epochalen Werk "Homo Ludens"(Der spielende Mensch) die Entstehung der menschlichen Kultur aus dem Spiel. Zeichnet sich heute der "Homo Ludens Digitalis" ab?Können wir in seinem Spiel schon die Umrisse der neuen gesellschaft erkennen?

Der Mensch zeichnet sich vor allem durch seine Fähigkeit zum Spiel aus. So kann er auf symbolischen Ebenen das durchspielen, was ihn auch in seiner physisch-weltlichen Existenz angeht - und ein Verhältnis dazu gewinnen. Fortschritt und Zivilisationsgeschichte sind historisch, aktuell und zukünftig wesentlich mit der Einbindung unserer Freude am Spiel in gesellschaftliche Kontexte verzahnt. Der erste Teil der Ausstellung bereitet die Besucher so auf die Reise in die Welt des "Homo Ludens Digitalis" vor. Virtualität und Interaktion werden als historische Themen des spielenden Menschen und als botschaft des Mediums computerspiel eingeführt.

Die Geschichte des Computerspiels ist vor allem eine Geschichte großer technologischer Erfindungen. Nur was technisch möglich ist, kann auch in der neuen Spielkultur umgesetzt werden. Umgekehrt geben uns die Computerspiele einen guten und intuitiven Einblick in die jeweiligen Phasen der Evolution des computers selbst. Der spielerische Umgang mit der Computertechnik hat deren Erfindung und Entwicklung nicht selten erst ermöglicht.
Der zweite Teil der Ausstellung macht anhand von vielen oft raren Originalexponaten die Verschmelzung von Technologie, menschlicher Kreativität und spiel im historischen Kontext nachvollziehbar.
Im dritten Teil nähert sich die Ausstellung dem Thema fragend und erkundend: Was genau verändert die Digitalisierung - gesellschaftlich wie im Blick auf den Einzelnen? Welche Eigenschaften, welche Kenntnisse sind in Zukunft gefragt? Welche Chancen und Risiken gehen mit der Etablierung der virtuellen Welten einher? welche Entwicklungen sind nun zu erwarten?
Admission
8 EUR / reduced 5 EUR / school classes 3 EUR / family ticket 17 EUR (5 persons max., 2 adults max.)
The exhibition venue on google maps:

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Opening Times

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