Ayse Erkmen & Mona Hatoum - Displacements/Entortungen

18.11.2017 - 18.02.2018

in short

Mit der Ausstellung Displacements/Entortungen initiiert das Museum der bildenden Künste Leipzig einen Dialog zwischen den Künstlerinnen Ayşe Erkmen (Istanbul) und Mona Hatoum (Beirut). Es ist die erste Doppelausstellung der beiden international bekannten Künstlerinnen.
Ayse Erkmen, Glassworks, 2015/2017, courtesy the artist and Galerie Barbara Weiss
© Ayse Erkmen, Foto: dotgain.info

Visitor entrance

Museum der bildenden Künste Leipzig - Architektur
Katharinenstr. 10
04109 Leipzig
Germany 

Detailed information about the museum on euromuse.net

Museum der bildenden Künste Leipzig

in detail

Mit der Ausstellung Displacements/Entortungen initiiert das Museum der bildenden Künste Leipzig einen Dialog zwischen den Künstlerinnen Ayşe Erkmen (Istanbul) und Mona Hatoum (Beirut). Es ist die erste Doppelausstellung der beiden international bekannten Künstlerinnen. Sowohl Erkmen als auch Hatoum haben künstlerische Positionen entwickelt, in denen die Reflexion über die Spezifität eines Ortes und damit verbundener gesellschaftlicher und politischer Fragen eine wichtige Rolle spielen.

Beide begreifen den Ort und seinen historischen Kontext als Teil ihrer künstlerischen Arbeit und setzen sich auf unterschiedliche Art mit persönlichen und globalen Fragestellungen auseinander. Das Leitmotiv der Ausstellung folgt dem englischen Begriff des displacement, der neben der politischen Bedeutung im Sinne von Vertreibung auch als Affektverschiebung verstanden werden kann und einen Transformationsprozess bezeichnet.

Dieses Leitmotiv weist in seiner Offenheit vielfältige Berührungspunkte formaler, persönlicher und inhaltlicher Art im Werk von Ayşe Erkmen als auch von Mona Hatoum auf. Ayşe Erkmen dienen die spezifischen Eigenheiten eines Ortes als Ausgangslage, um Arbeiten und Installationen zu schaffen, die den jeweiligen gesellschaftlichen, kulturellen und topografischen Kontext oder den institutionellen Rahmen, in dem sie entstehen, reflektieren. In dieser konkret auf einen Ort ausgerichteten Aneignung verneint sie Auseinandersetzungen mit Stilfragen und lässt vielmehr eine einzigartige persönliche künstlerische Haltung erkennen. Mona Hatoum findet die Inspiration für ihre Werke oftmals in der Auseinandersetzung mit dem Raum und in ihrem persönlichen Umfeld. Dabei wendet sie Techniken des Displacement im Sinne einer Verfremdung an, die Verunsicherung hervorruft. Häufig treten Gegenstände des Alltags in ihren Werken auf, die in abgewandelter oder vergrößerter Form eine suspekte und feindliche Wirklichkeit darstellen. Die Arbeiten erscheinen verletzlich oder orientierungslos und konfrontieren uns mit einer von Konflikten undWidersprüchen geprägten Welt.

Gemein ist beiden Künstlerinnen die Verwendung von anscheinend vertrauten Formen und Ausdrucksmitteln, die sie neu konnotieren und durch andere künstlerische und formale Bezüge in ihrer Bedeutung verschieben.

Zur Ausstellung erscheint ein deutsch-englischer Katalog. Ein breit angelegtes Vermittlungsprogramm startete bereits im Herbst 2016 und erprobt transkulturelle Ansätze innerhalb und außerhalb des Museumsraums. Weitere Informationen und aktuelle Termine dazu im Blog www.displacements.de
Admission
10 € Tagesticket; 7 € ermäßigt (reduced);

Am 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei (free on 1st Wednesday in month); bis 18 Jahre Eintritt frei (free until the age of 18)
The exhibition venue on google maps:

keywords

sculpture, contemporary art, mixed media, Kunst, Kultur, Arbeit, Text, Druck, Spiele, installation, affektverschiebung, transformationsprozess, verfremdung, entortung, zeitgenössische kunst

Opening Times

Sun
10:00 - 18:00
Mon
-
Tue
10:00 - 18:00
Wed
12:00 - 20:00
Thu
10:00 - 18:00
Fri
10:00 - 18:00
Sat
10:00 - 18:00
Feiertage / public holidays 10:00 - 18:00

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