Alexander Kluge - Pluriversum

15.09.2017 - 07.01.2018

in short

Das Museum Folkwang präsentiert anlässlich des 85. Geburtstags von Alexander Kluge die erste große Museumsausstellung des Filmemachers und Autors. Für Pluriversum hat Alexander Kluge durchweg neue Arbeiten geschaffen und verlegt sein Werk erstmals in den musealen Raum.
Alexander Kluge, Schwarze Augen, 2016, aus: Minutenfilme, Filmstill
© Kairos Film

Visitor entrance

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
Germany 

Detailed information about the museum on euromuse.net

Museum Folkwang

in detail

Alexander Kluge versteht sich selbst als Autor. Mit Filmen, Texten, Interviews und vielem mehr inspiriert er seine Leser, Zuhörer und Zuschauer. Anlässlich seines 85. Geburtstags präsentiert das Museum Folkwang eine umfassende Ausstellung, die den Kern seines multimedialen Werkes sichtbar macht.

Kluge knüpft Zusammenhänge und erforscht durch sie, was den Menschen zum Menschen macht, worin sein Eigensinn und seine Unterscheidungsfähigkeit liegen, inwiefern Geschichte und Geschichten in uns lagern, welche gefühlten und welche tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten wir haben und warum unsere Lebenszeit eine Währung ist.

Aus Bildern, Texten und Objekten bildet Alexander Kluge immer neue Konstellationen, deren Sinn oder Widersinn maßgeblich durch die Montage entsteht. In deren Zwischenräumen lässt Kluge die Phantasie des Zuschauers und Zuhörers keimen. Zentral sind für Kluge die Verbindungen zwischen Emotion und Verstand, unablässig spürt er das Theoretische im Alltäglichen auf und vermischt „Facts & Fakes“.

Eigens für die Ausstellung sind zahlreiche neue Filme entstanden, so die 5-Kanal-Projektion Pluriversum, die um die Filmgeschichte kreist. Zum ersten Mal gewährt Kluge zudem Einblicke in sein umfangreiches Archiv kurzer Filmsequenzen, aus dem er für neue Filme schöpft.
Die Präsentation widmen sich Kluges Kernthemen wie der Lebenszeit, dem Zirkus oder dem Cross Mapping. Biografische Besonderheiten und unwahrscheinliche Zufälle stehen dabei immer wieder neben umfassenden Themen wie dem Universum, der Evolution, der Liebe, dem Krieg und anderen Katastrophen.

Als promovierter Jurist kommt Kluge in den späten 1950er Jahren zur Philosophie und wird in den frühen 1960ern gleichzeitig als Filmemacher und Schriftsteller bekannt. Seit 1988 bis heute hat sich Kluge mit den Fensterprogrammen im Privat-Fernsehen das wohl wichtigste Massenmedium der letzten Jahrzehnte zu Eigen gemacht. Er veröffentlicht DVD-Editionen, Hörspiele und vieles anderes und installiert seit einigen Jahren seine Filme auch als Installationen im Raum.

Zusammenhänge entstehen bei Kluge durch Zusammenarbeit und Zusammen-denken, er denkt mit Fritz Lang, mit Oskar Negt, mit Hannelore Hoger, mit Helge Schneider, mit Gerhard Richter, mit Thomas Demand und vielen anderen. „Ohne von anderen Gestirnen beleuchtet zu werden, leuchtet mein Mond nicht“, erläutert Kluge. So setzt er in der Ausstellung auch Werke anderer Künstler wie Kerstin Brätsch oder Sarah Morris in Beziehung zu seinen Filmen.

Integraler Bestandteil der Ausstellung ist ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, welches das Zusammendenken im Klugeschen Kosmos performativ erfahrbar macht. Das begleitende Programm ist – wie auch die Ausstellung – in enger Zusammenarbeit mit Alexander Kluge entstanden.

In Kooperation mit dem 21er Haus, Vienna

Die Ausstellung wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und der Kunststiftung NRW.
Admission
Entrance to the exhibition is free of charge.
The exhibition venue on google maps:

keywords

film, Kunst, Kultur, Arbeit, Text, Film, Maß, Krieg, Richter, Spiele, Philosophie, video, film, autor, filmemacher, alexander kluge, multimedial, Zirkus, Fernsehen

Opening Times

Sun
10:00 - 18:00
Mon
-
Tue
10:00 - 18:00
Wed
10:00 - 18:00
Thu
10:00 - 20:00
Fri
10:00 - 20:00
Sat
10:00 - 18:00

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