im Detail
König Ludwig I. von Bayern erwarb seit den 1820er Jahren Gemälde zeitgenössischer Künstler, für die er von 1846 bis 1853 aus privaten Mitteln die Neue Pinakothek errichten ließ. Nach der Zerstörung dieses Gebäudes 1944/45 und einer provisorischen Präsentation von ausgewählten Werken im Haus der Kunst wurde 1981 der Neubau nach Plänen des Architekten Alexander Freiherr von Branca eröffnet.
Der Rundgang durch die 22 Säle beginnt bei der englischen, spanischen und französischen Porträt- und Landschaftsmalerei mit Werken von Thomas Gainsborough, Francisco Goya und Jacques Louis David. Schwerpunkte bilden die Deutsche Romantik mit Caspar David Friedrich, Karl Blechen, Philipp Otto Runge und den Nazarenern Schadow und Overbeck, Künstler wie Moritz von Schwind und Carl Spitzweg, sowie die Deutschrömer Hans von Marées, Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach. Adolph Menzel und Wilhelm Leibl und sein Kreis sind vorimpressionistische Meister einer malerischen Handschrift. Auch die französische Malerei der Zeit ist mit Gemälden von Géricault, Delacroix, Courbet, Daubigny und Corot hervorragend vertreten. Hauptwerke des Impressionismus (Manet, Monet, Degas, Pissarro) sowie der "Gründerväter" der Moderne (van Gogh, Gauguin, Cézanne) führen zum Ende des Rundgangs durch die Neue Pinakothek mit Gemälden des deutschen Impressionismus (Liebermann, Corinth, Slevogt), Pointillismus, Symbolismus und Jugendstil.
Neben der Malerei zeigt die Neue Pinakothek auch Plastiken der dargestellten Epochen, u.a. Marmorskulpturen Canovas und Thorwaldsens sowie Bronzefiguren Auguste Rodins und Aristide Maillols.