Münzkabinett

 

in Kürze

Das Münzkabinett stellt mit 500.000 Objekten eine der größten numismatischen Sammlungen dar. Die Sammlung verdankt ihre Weltgeltung dem Reichtum und der Geschlossenheit der Münzserien vom Beginn der Münzprägung im 7. Jahrhundert v. Chr. bis zu den Münzen des 20. Jahrhunderts.
Bode-Museum, Museumsinsel Berlin-Mitte
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Atelier Tesar
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Münzkabinett

im Detail

Das Münzkabinett, dessen Exponate 1830 erstmalig im Alten Museum zu sehen waren, war seit der Eröffnung des Bode-Museums im Jahr 1904 dort ansässig. Die angestammten Räume im Bode-Museum wurden am 22. Oktober 2004 feierlich wiedereröffnet. Das Münzkabinett ist damit als erstes Museum im restaurierten Bode-Museum zugänglich. Seit dem 21. Oktober 2006 ist das Haus wieder vollständig geöffnet und präsentiert neben dem Münzkabinett auch die Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst. Im Pergamonmuseum zeigt das Münzkabinett eine ständige Ausstellung antiker Münzen mit 2.000 Spitzenstücken. Es ist ferner im Alten Museum und im Museum für Vor- und Frühgeschichte mit ausgewählten Beständen präsent.

Schwerpunkte der mehr als 500.000 Stücke umfassenden Sammlung sind die etwa 102.000 griechischen und 50.000 römischen Münzen der Antike, die 160.000 europäischen Münzen des Mittelalters und der Neuzeit sowie die 35.000 islamisch-orientalischen Münzen.

Die sich um 1400 entwickelnde Medaillenkunst ist mit 25.000 Stücken vertreten. In der Regel handelt es sich dabei um Reliefdarstellungen, die anlässlich besonderer Ereignisse oder zu Ehren einer geschichtlichen Persönlichkeit geprägt wurden und auch heute noch hergestellt werden.

Neben den Münzen und Medaillen gehören eine Papiergeldsammlung, eine Sammlung historischer Siegel seit dem Mittelalter und Beispiele für Geldformen der Naturvölker zum Bestand. Ferner sind Münzwerkzeuge, darunter mehr als 10.000 Stempel, der in Berlin seit dem 17. Jahrhundert geprägten Münzen, sowie eine umfangreiche Abgusssammlung vorhanden.

Diese Zahlen allein besagen nur wenig. Neben einer Vielzahl hochrangiger Seltenheiten ist es in erster Linie die Vollständigkeit der Serien, die den besonderen Ruf ausmacht. Die Motive auf den Münzen sind vielfältig und werden thematisch über die Jahrhunderte hinweg immer wieder aufgenommen. Zu den Bildsujets gehören religiöse Themen aus der antiken Mythologie und dem Christentum, Wappen, Tiere, Pflanzen, Bauten und berühmte Persönlichkeiten.
Bode-Museum
Die Konzeption des als Kaiser-Friedrich-Museum errichteten Gebäudes geht auf Ideen der Kronprinzessin Victoria zurück, die diese in einer Denkschrift von 1883 veröffentlichte. Wilhelm von Bode war es schließlich, der diese bahnbrechenden Ideen in die Praxis umsetzte. 1897 wurde an der Nordspitze der Museumsinsel mit dem Bau des von Eberhard von Ihne entworfenen Renaissance-Museums begonnen, das den Namen des Gemahls der seit 1888 verwitweten Kaiserin Victoria tragen sollte. In dem im Oktober 1904 eröffneten Kaiser-Friedrich-Museum wurden Malerei und Skulptur, die damals so genannten „hohen Künste“, erstmals gleichrangig nebeneinander präsentiert, wobei sich die Art der Inszenierung von traditionellen Museen unterschied.
Eintritt
Standard: 8,00 EUR / Reduced: 4,00 EUR Area Ticket Museumsinsel: 18,00 EUR / Reduced: 9,00 EUR
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Bode-Museum
Am Kupfergraben, Eingang Monbijoubrücke
10178 Berlin
Deutschland
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